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Norddeutschland FH Lübeck: Land macht Weg für neuen Namen frei
Nachrichten Norddeutschland FH Lübeck: Land macht Weg für neuen Namen frei
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20:44 07.12.2017
Lübeck/Kiel

Auf dem Campus war man sich schnell einig: Die FH Lübeck habe eindeutig eine ingenieurwissenschaftliche Prägung. Ein Namenswechsel werde dazu beitragen, dieses Profil noch weiter zu schärfen. „Das wollen wir unterstützen“, sagt der CDU-Hochschulpolitiker Tim Brockmann. Eine Namensänderung würde das wissenschaftliche Profil der Lübecker Hochschule national und international unterstreichen und Bewerber anlocken. Gut aufgestellt sei die Hochschule ja ohnehin. Nicht ohne Grund werde die Landes-Feier zum 50-jährigen Bestehen der FHs in Deutschland 2019 in Lübeck stattfinden.

Heiner Dunckel (SPD).

Zusammen mit Grünen und FDP hat die CDU einen Antrag für den Landtag kommende Woche eingebracht. Auch die alte SPD-Grünen- SSW-Regierung hatte bereits Zustimmung signalisiert. Spätestens im Januar wird nach der zweiten Lesung der Änderung des Hochschulgesetzes der Weg für die Umbenennung frei sein. „Wir warten nur noch auf den Beschluss des Landtags“, so FH- Sprecher Frank Mindt. In der vorlesungsfreien Zeit im Sommer werde die Umbenennung vollzogen. An einem neuen Logo werde schon gearbeitet.

Ob das auch ein erster Schritt hin zu einer Technischen Universität in Lübeck sei? „Wir bleiben dem Charakter nach eine FH“, sagt Mindt. Das Ganze sei „ein wichtiger Meilenstein – was sich daraus weiter entwickeln kann, wird die Zukunft zeigen“, sagt aber etwa Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe (SPD). Er freue sich auf jeden Fall sehr. Eine Technische Hochschule sei ein großartiges Aushängeschild für Lübeck. Und das Recht zur Führung dieses Titels sei „ eine verdiente Auszeichnung für die Aufbau- und Profilierungsleistung der letzten Jahre“.

Der hochschulpolitische Sprecher der SPD-Opposition im Landtag, Professor Heiner Dunckel, glaubt allerdings, dass die Eile, mit der die Koalition die Umbenennung vorantreibe, von einer anderen, für Lübeck bedenklichen Jamaika-Entscheidung ablenken solle: dem Aufbau eines parallelen Bauingenieur-Studiengangs an der FH Kiel. Ein Ausbau in Lübeck wäre günstiger geworden und hätte das Profil dort weiter geschärft, sagt Dunckel. Es habe keine Bedarfsanalyse, geschweige denn eine Abstimmung mit den Nachbarländern gegeben. Und entgegen der Darstellung der Regierung sei die FH Lübeck in die Entscheidung auch nicht vorab eingebunden worden. Noch während die Debatte im Landtag lief, seien etwa die Kieler Professorenstellen schon öffentlich ausgeschrieben gewesen. Damit aber könnten die Lübecker nicht mehr, wie versprochen, Einfluss auf die Konzeption des Studienganges nehmen. Denn die hänge ja wesentlich von der Profilierung der Professoren ab.

Wolfram Hammer

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