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Norddeutschland Fahrlässige Tötung: Angeklagter erscheint nicht im Gericht
Nachrichten Norddeutschland Fahrlässige Tötung: Angeklagter erscheint nicht im Gericht
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16:41 13.09.2018
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, im März 2016 auf der Bundesstraße Richtung Dänischenhagen aus Unachtsamkeit mit seinem Kleintransporter einen Fußgänger getötet zu haben. Quelle: Axel Heimken/dpa
Kiel

Ein wegen fahrlässiger Tötung angeklagter Autofahrer aus Heikendorf (Kreis Plön), der am Donnerstag nicht zu seinem Prozess im Kieler Amtsgericht erschienen war, muss mit seiner Festnahme rechnen: Das Schöffengericht erließ am Vormittag Haftbefehl, nachdem es eine Viertelstunde vergeblich auf den 29-Jährigen gewartet hatte. Einen Telefonanruf, mit dem sich der Angeklagte kurz zuvor wegen Krankheit entschuldigen wollte, ließ der Vorsitzende nicht gelten. 

Dem zur Tatzeit nicht vorbestraften Kraftfahrer wird vorgeworfen, im März 2016 mit einem Kleintransporter auf der B 503 bei Dänischenhagen (Kreis Rendsburg-Eckernförde) aus Unachtsamkeit auf die Gegenfahrbahn geraten zu sein. Laut Anklage prallte er gegen den Pkw zweier Zeuginnen, die bei dem Unfall erheblich verletzt wurden. Anschließend schleuderte sein Fahrzeug auf einen Gehweg und erfasste einen Fußgänger, der kurze Zeit später seinen schweren Verletzungen erlag. 

Dem Vorschlag des Verteidigers, in Abwesenheit des Angeklagten per Strafbefehl eine milde Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu verhängen, folgte das Schöffengericht nicht. Angesichts der schwerwiegenden Unfallfolgen wolle man alle Zeugen hören. Der Prozess gegen den berufstätigen Vater eines Kindes platzte und muss demnächst neu aufgerollt werden. 

Dann werden sechs Zeugen und ein Kfz-Sachverständiger erneut geladen. Warum der mutmaßliche Todesfahrer vor zweieinhalb Jahren auf die Gegenfahrbahn geriet, ist ungeklärt. Eine Handynutzung am Steuer ist nach Aktenlage zur Zeit des Unfalls auszuschließen.

Von Thomas Geyer

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