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Norddeutschland Fast 100 Asylbewerber unangekündigt aus Schleswig-Holstein abgeschoben
Nachrichten Norddeutschland Fast 100 Asylbewerber unangekündigt aus Schleswig-Holstein abgeschoben
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18:21 06.04.2016
Der Eingangsbereich zur Flüchtlingsunterkunft Boostedt ist am 30.03.2016 in Boostedt (Schleswig-Holstein) zu sehen. Quelle: Markus Scholz/dpa
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Neumünster

Vorgesehen waren sogar knapp über 120 Abschiebungen, jedoch wurden offenbar nicht alle angetroffen. Aufenthaltsbeendigungen, wie die Abschiebungen offiziell heißen, werden nicht mehr angekündigt.

Von einer besonders großen Abschiebe-Aktion wollte Landesamt-Sprecherin Magdalena Drywa nicht sprechen. „Es war die dritte Maßnahme in dieser Größenordnung seit Jahresbeginn.“ Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr endete mit Amtshilfe des Landesamtes für insgesamt 839 abgelehnte Asylbewerber der Aufenthalt in Schleswig-Holstein: 234 gingen freiwillig, 605 wurden abgeschoben.

Die am Mittwoch außer Landes gebrachten Menschen hatten seit ein bis zwei Jahren in ganz Schleswig-Holstein gelebt. Sie wurden mit Bussen nach Boostedt gebracht und von dort nach Hannover. Mit einem gecharterten Flugzeug ging es dann weiter nach Serbien, Albanien und in den Kosovo.

Federführend für die Abschiebungen sind die Ausländerbehörden der Kreise und kreisfreien Städte, das Landesamt in Neumünster koordiniert und unterstützt die Aktionen.

Bereits in den frühen Morgenstunden waren zahlreiche Mitarbeiter der Ausländerbehörden und des Landesamtes unterstützt von der Polizei im Einsatz. Im Kreis Ostholstein etwa blieb deswegen die Ausländerbehörde den ganzen Tag über geschlossen. Auch 52 Beamte der ersten Einsatz-Hundertschaft in Eutin wurden hinzugezogen. Die Einsatzhundertschaft stellte nach Angaben von Drywa die Busse und übernahm die Begleitung des Transports. Besondere Vorkommnisse habe es nicht gegeben.

pet

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