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Feierlicher Auftakt ins Wahlkampfjahr

Neujahrsempfang der Landesregierung in Travemünde Feierlicher Auftakt ins Wahlkampfjahr

Über 200 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft sind am Donnerstagabend ins Atlantic Grand Hotel Travemünde gekommen, in das Ministerpräsident Torsten Albig zu einem großen Zusammentreffen geladen hatte.

Ministerpräsident Torsten Albig (l.) mit Schauspieler Armin Mueller-Stahl.

Quelle: Lutz Roessler

Travemünde. Er war spät dran, der Herr Ministerpräsident. Dieses Schietwetter hatte seinem Fahrer die Anfahrt nach Travemünde nicht leicht gemacht. Aber dann wurde es doch noch ein runder Abend. Mit über 200 geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kirche, Kultur und Konsularkorps hat die Landesregierung den Neujahrsempfang gefeiert und damit das Wahljahr eingeleitet.

Die Veranstaltung wurde musikalisch vom Lübschen Trio begleitet

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„Mutig voran und nicht verzagen“, gab der Regierungschef in seiner Ansprache als Motto für das Jahr 2017 aus. Und zeigte auf, wie dieses Nicht-Verzagen doch schon 2016 gelungen sei. „Wir sind an der Herausforderung der Integration gewachsen, weil wir im richtigen Moment mutig waren“, erinnerte Albig an die Flüchtlingskrise. Sie sei eine unfassbar große Herausforderung gewesen. „Weil wir sie nicht haben denken können.“ Was Mut mache: „Wenn wir Integration schaffen konnten, warum sollten wir vor anderen Herausforderungen verzagen?“ Albig dankte den vielen ehrenamtlichen Helfern aus kirchlichen Einrichtungen, die geholfen haben, Flüchtlinge zu integrieren. 30 Ehrenamtler waren stellvertretend eingeladen.

Ein wichtiges Jahr

Am 7. Mai wählt Schleswig-Holstein einen neuen Landtag. Es geht um die Abgeordneten, die das Land in der 19. Wahlperiode von 2019 bis 2024 vertreten. Im aktuellen Parlament sind sechs Parteien vertreten: CDU, SPD, Grüne, FDP, Piraten und SSW. Die Regierung bildet eine Koalition aus SPD/Grünen/SSW. Ministerpräsident ist Torsten Albig (SPD). Im Herbst wird ein neuer Bundestag gewählt – und ein Bürgermeister für Lübeck.

Albig rief dazu auf, politisch-gesellschaftliche Herausforderungen als Chancen zu sehen. „Die Globalisierung und Internationalisierung unseres Lebens in fast allen Bereichen kommt uns in Schleswig-Holstein zugute“, erklärte der SPD-Politiker. „Wir waren schon immer international geprägt, Deutsch wie Dänisch. Warum dann Angst vor Englisch und Arabisch haben?“ Die Digitalisierung, „ein Megatrend“, werde Schleswig-Holstein helfen, sich weiterzuentwickeln. „Die besten Jahre haben eben erst begonnen.“ Fernando Brun, argentinischer Generalkonsul, lobte am Rande die Vorreiterstellung des Nordens bei der Windkraft. Sein Land setze auf Zusammenarbeit.

Und die Landtagswahl in diesem Jahr? Na ja, er wolle „jetzt nicht groß über den 7. Mai reden“, sagte Albig unter dem Schmunzeln seiner Gäste – war das am Rande doch längst Gesprächsthema. Jeder habe seine eigenen Hoffnungen und Erwartungen. Wenn am 7. Mai aber nur die Hälfte der Wünsche in Erfüllung gehe, „die ich heute Abend bekommen habe, bin ich einer der Unverzagtesten“, so Albig.
Fürs Konsularkorps dankte Maria Elizabeth Bogosián (Hamburg) für die gute Zusammenarbeit mit der Landesregierung. „Ein friedliches Nebeneinander ist unverzichtbar.“ Danach ging es für die Gäste ans Büfett: Lammhüfte, Maispoularde, Zander und Lachs. Es folgten angeregte Gespräche in kleinen Runden – auch über den Wahltag.

Von Curd Tönnemann, Wolfram Hammer, Marcus Stöcklin

Sprüche zum Wahljahr: „Geht raus zu Eurem Volk!“

Die Wahlen 2017 werfen ihre Schatten voraus. Da hatte manch einer der illustren Gäste beim Neujahrsempfang einen flotten Spruch auf der Lippe.
„Frau Merkel bleibt Kanzlerin, die SPD an der Regierung beteiligt“, prophezeit Lübecks scheidender Bürgermeister Bernd Saxe (SPD). Albig bleibe Ministerpräsident in Kiel. Aber: „Meine Prognosen vor einem Jahr haben sich nur zu zwei Dritteln bewahrheitet.“ Ach ja, der Ausgang der Bürgermeisterwahl in Lübeck werde sehr knapp.

Bernd Jorkisch, Honorarkonsul von Finnland: „Ein Superwahljahr ist gestartet, es geht um sehr viel, und es bleibt zu hoffen, dass die politischen Attacken nicht ausufern.“
Ralf Stegner (SPD) strotzt vor Optimismus: „Wir können das. Wir wollen das. Wir machen das."
Andreas Katschke , Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Lübeck, appelliert an die Politriege in Kiel: „Liefert euch einen Wahlkampf, der zeigt, wie sich Parteien unterscheiden. Liefert euch einen Wahlkampf, der bei der Problemen der Menschen in Schleswig-Holstein ansetzt und einzelne Personen nicht beschädigt.“
Ex-Ministerpräsident Björn Engholm: „Ich wünsche mir, dass die Politiker ihre Arbeitsstuben verlassen und sich unters Wahlvolk mischen. Die Brücke zum Volk muss wiederhergestellt werden. Ein solcher Lückenschluss kann viel inneren Frieden wiederherstellen.“
Kirsten Fehrs, Bischöfin für Hamburg und Lübeck : „Ich erhoffe mir differenzierte Argumente statt populistischer Vereinfachungen. Demokratie lebt vom inhaltlichen Streit, aber auch davon, dass sich die Beteiligten respektieren."
Reinhard Sager (CDU), Landrat von Ostholstein: „Gerade jetzt brauchen wir in unserer Gesellschaft Zusammenhalt und eine starke Demokratie, die die Werte des Grundgesetzes zum Maßstab hat. Wer sich wie viele rechte und linke Populisten damit schwer tut, gehört nicht in die Parlamente."
Christoph Andreas Leicht, Hansapark Sierksdorf: „Ich wünsche mir Gelassenheit und Selbstbeherrschung gegenüber Ereignissen, die wir nicht beeinflussen können, zugleich Vorausdenken und leidenschaftliches Eintreten für unsere Wertegemeinschaft.“
Michael Thomas Fröhlich, Hauptgeschäftsführer der UV Nord: „Die Zeit der Lippenbekenntnisse ist vorbei! Das Wahljahr eröffnet der Politik die Chance, deutlich zu machen, wie sehr ihr der Mittelstand am Herzen liegt.“
Finanzministerin Monika Heinold (Grüne): „Ich wünsche mir immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel. Für mein eigenes Segelboot und für die Schiffskredite, für die das Land Verantwortung trägt.“
Daniel Günther, CDU-Landes- und Fraktionschef: „Die Zeit des Schönredens ist 2017 endlich vorbei. Ab dem 7. Mai gilt: Anpacken statt Rumschnacken.“
„Wir sehen uns wieder zum Neujahrsempfang 2018“, sagt Albigs Kabinettsmitglied Reinhard Meyer (SPD). „Denn ich gehe davon aus, dass der Wirtschaftsminister auch im kommenden Jahr wieder eingeladen wird. Oder?“

ctö

 

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