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Norddeutschland Feuerwehren in Schleswig-Holstein haben mehr Zulauf
Nachrichten Norddeutschland Feuerwehren in Schleswig-Holstein haben mehr Zulauf
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17:51 10.02.2019
Gute Nachrichten für die Feuerwehren im Land: Die Brandbekämpfer in Schleswig-Holstein haben in letzter Zeit wieder mehr Nachwuchs. Quelle: dpa-tmn
Kiel/Reinfeld

Die Feuerwehren im Land haben insgesamt wieder mehr Zuwachs. Von insgesamt 60 398 Feuerwehrleuten insgesamt im Jahr 2017 stieg die Zahl auf 60 604 im Jahr 2018. 48 282 der Brandbekämpfer gehörten 2017 zu Freiwilligen Feuerwehren, 2018 waren es schon 48 913. Der Trend sei steigend, stellt Holger Bauer (54), der Sprecher des Landesfeuerwehrverbandes in Kiel fest. „Ich bin guter Dinge.“ Einsatzbereit sei die Feuerwehr sowieso, auch wenn es in einzelnen Ortsverbänden Probleme gebe. „Wir sind eine gute Truppe“, findet Bauer. Freude am Dienst, Zusammengehörigkeitsgefühl und Persönlichkeitsbildung seien die Gründe, die den Nachwuchs anzögen.

„Der Abwärtstrend der vergangenen Jahre ist vorbei“, freut sich auch Gerd Riemann (63), Kreisbrandmeister von Stormarn und stellvertretender Landesvorsitzender. Gerade in der Jugendfeuerwehr gebe es deutlichen Zuwachs. Die Öffentlichkeitsarbeit habe Früchte getragen. Dennoch würden weiterhin Leute gesucht. „Wir sind nicht unglücklich, aber es ist auch zu früh, um Hosianna zu singen.“

Viele Institutionen sind um Nachwuchs bemüht

Nicht nur die Feuerwehr, auch das THW und andere Institutionen seien um Nachwuchs bemüht. „Der Kuchen wird nicht größer.“ Es liege an jeder einzelnen Wehr, wie erfolgreich sie sei. Man müsse den Bedürfnissen junger Leute Rechnung tragen. „Sie wollen Technik zum Anfassen und eine gute, zielgerichtete Ausbildung. Aber auch Sport, Spiel, Spaß und Ausflüge.“

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Er selbst sei mit 16 Jahren Feuerwehrmann geworden, berichtet Riemann. „Ich arbeitete in einer Baustoff-Handlung und ein Fahrer war Feuerwehrmann. Der sagte: ,Komm doch mal mit.’“ Da Riemann sich nicht abgeneigt zeigte, habe bei ihm eines Tages das Telefon geklingelt. „Der Schriftführer der Feuerwehr war dran. Er sagte: ,Wir sitzen hier gerade zusammen und haben Versammlung. Morgen ist Übung, komm doch mal vorbei.“ 14 Tage später habe die Uniform bei ihm im Schrank gehangen, so Riemann. „Dann kam der erste Dienst. Ich habe die Uniform angezogen und bin hingegangen. So nahm das alles seinen Lauf.“ Er blieb dabei. 2005 wurde er Kreisbrandmeister, 2016 stellvertretender Vorsitzender des Landesverbandes.

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Marcus Stöcklin

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