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Norddeutschland Fipronil: Keine offizielle Warnung
Nachrichten Norddeutschland Fipronil: Keine offizielle Warnung
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21:17 12.06.2018
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Kiel

Eine öffentliche Warnung vor den mit dem Insektengift belasteten Eiern ergehe nicht, teilte das Ministerium gestern mit. Untersuchungen der aus den Niederlanden stammenden Bio-Eier in Niedersachsen hätten zwar eine Überschreitung des zulässigen Grenzwerts ergeben. Diese werde aber nicht als gesundheitsschädlich eingestuft. Die Eier wurden dennoch vom Handel zurückgerufen. Noch gestern Abend wollten die betroffenen Bundesländer das weitere Vorgehen in einer Telefonkonferenz abstimmen.

Nach bisherigen Informationen sind 73000 Eier belastet, die an eine Packstelle im niedersächsischen Vechta geliefert wurden und in sechs Ländern in den Verkauf gelangten. Unter anderem wurden zwei Lebensmittelketten in Schleswig-Holstein mit den Eiern beliefert. Deren Namen wollte das Ministerium nicht nennen. Auch die genaue Zahl der Eier, die nach Schleswig-Holstein geliefert wurde, sei derzeit nicht bekannt. Die belieferten Firmen haben die Eier nach Angaben des Ministeriums am 8. Juni aus dem Verkauf genommen. Die Charge trägt laut Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein den Aufdruck 0 NL 4031002.

Aus Nordrhein-Westfalen kam die Information, dass in den Niederlanden in einer Eierpackstelle bei Eigenkontrollen Grenzüberschreitungen von Fipronil in weiteren Eiern festgestellt worden sind. Laut bisher vorliegender Lieferliste sind diese Eier nicht nach Schleswig-Holstein gegangen.

Unterdessen versuchten niederländische Behörden zu beschwichtigen. Es gebe keinen neuen Fipronil-Skandal, sagte ein Sprecher der Lebensmittelbehörde. Der neue Fund sei eine Spätfolge der Krise von 2017. Offensichtlich befänden sich im Boden noch immer Reste des Stoffes. Züchter setzten das Mittel nicht mehr ein.

Das Insektizid Fipronil war 2017 einem Reinigungsmittel beigemischt worden. Damit hatten niederländische Geflügelzüchter ihre Ställe desinfiziert. Hierzulande wurden im vergangenen Jahr 94 Eierproben und 18 Geflügelfleischproben aus schleswig-holsteinischer Produktion auf Fipronil untersucht. „In keiner Probe wurde Fipronil nachgewiesen“, sagte ein Ministe

riumssprecher. Curd Tönnemann

LN

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