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Norddeutschland Fischer hat Schnabelwal vor der Halbinsel Wustrow gesehen
Nachrichten Norddeutschland Fischer hat Schnabelwal vor der Halbinsel Wustrow gesehen
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21:18 15.10.2015

Rätselraten um den Schnabelwal vor Wismar: Zunächst gab es gestern Hoffnung, dass dem verirrten Gast aus dem Nordatlantik die Rückkehr in die offene See geglückt ist. Die letzten bestätigten Sichtungen des Wals gab es am Wochenende nahe der Insel Poel bei Wismar, hatte Michael Dähne vom Stralsunder Meeresmuseum mitgeteilt. Über Facebook berichtete dann der Tarnewitzer Fischer Heiko Gores, dass er das Tier gestern Morgen vor der Halbinsel Wustrow (Landkreis Rostock) gesehen habe. Es sei aber „nicht mehr so aktiv, da ihm wohl die Kraft ausgeht“, meinte der Fischer. Für die Experten ist damit die Lage noch nicht ganz klar. „Immerhin scheint sich der Wal aber nach Norden zu orientieren, weg aus dem Flachwasser der Wohlenberger Wiek“, meint Meeresbiologe Dähne. „Wir hoffen, dass er Fischschwärmen folgt und so wieder in den Nordatlantik findet.“

Der vier Meter lange Meeressäuger war seit Ende September fast täglich in der Wohlenberger Wiek beobachtet worden, dann mehrere Tage nicht. Wenn das Wetter es zulässt, wollen die Experten mit einem Boot selbst nochmals nach dem als Sowerby-Zweizahnwal identifizierten Weibchen suchen.

Am Sonnabendnachmittag war der Wal noch in der Wohlenberger Wiek gesehen worden. „Nachmittags gegen 14 Uhr konnten wir vom Strand aus drei tolle Sprünge beobachten“, berichtete Augenzeuge Maik Freitag aus Gadebusch, der mit der Familie dazu an die Küste gekommen war. Innerhalb von wenigen Minuten gelangen ihm mehrere schöne Fotos.

Die Meeresbiologen des Stralsunder Ozeaneums versuchen, den Weg des Schnabelwals nachzuvollziehen. Wer das Tier sieht, kann dies den Forschern per Mail mitteilen unter michael.daehne@meeresmuseum.de.

LN

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