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Norddeutschland Fischsterben in der Ostsee geht weiter
Nachrichten Norddeutschland Fischsterben in der Ostsee geht weiter
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21:14 15.09.2017
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Kiel

. Auffälliges Fischsterben in der westlichen Ostsee: Bei dem alljährlich auftretenden Phänomen von Sauerstoffmangel sind diesmal deutlich mehr flache Bereiche betroffen als in den Vorjahren. Wie das Kieler Umweltministerium mitteilte, sei hier der sogenannte Sauerstoffzielwert an vier von sieben Messstellen und im Tiefenwasser an 26 von 29 Messstellen unterschritten worden. An einigen Stellen sei Sauerstoff sogar kaum messbar gewesen. Viele Kleinfische, aber auch Dorsche, Plattfische, Meerforellen und Aalmuttern werden den Angaben zufolge daher tot an Land gespült.  

Hauptursache ist einer Sprecherin zufolge der hartnäckige Südwestwind in den austauscharmen Wassergebieten. Sie sprach von einer „Schichtung des Wasserkörpers“, die etwa vier Monate dauere: „Dabei liegt wärmeres, salzarmes Oberflächenwasser über kälterem, salzreichem Tiefenwasser.“ In bis zu 17 Metern Wassertiefe gebe es dadurch eine Schicht, die keinen Sauerstoff durchlasse. 

Am Meeresboden finden mikrobielle Abbauprozesse statt, die Sauerstoff zehren, aber keinen bekommen. Dadurch kommt es zu Sauerstoffmangel. In einigen Bereichen sei zudem giftiger Schwefelwasserstoff nachgewiesen worden, offenbar eine Folge von Einleitungen aus der Landwirtschaft.

LN

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