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Norddeutschland Formel-1-Öl aus dem Atomkraftwerk
Nachrichten Norddeutschland Formel-1-Öl aus dem Atomkraftwerk
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22:16 13.09.2013
Mitarbeiter Jörg Westphal zeigt Motoröl aus der Produktion. Quelle: Foto: dpa

Auf dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerks Lubmin hat gestern ein Werk zur Produktion von Schmierstoffen seinen Betrieb aufgenommen. Nach fünf Jahren Planung wurde durch die Deutsche Ölwerke Lubmin GmbH für rund 17 Millionen Euro eine Produktionsanlage mit Labor und Tanklager errichtet. Die hier produzierten Schmierstoffe werden als Motorenöle in der Automobilindustrie sowie als Industrieöle im Maschinenbau benötigt. In dem Werk sind zunächst 26 Arbeitsplätze entstanden. Die Region brauche Arbeitsplätze im verarbeitenden Gewerbe, sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU). Das Wirtschaftsministerium hat die Ansiedlung mit 3,5 Millionen Euro gefördert.

In Vorpommern gibt es mit 28 Industriearbeitsplätzen auf 1000 Einwohner nur halb so viele wie im Westteil des Landes. Die Jobs in der Industrie sind saisonunabhängig und in der Regel besser bezahlt als Arbeitsplätze im Tourismus. Das in der Region herrschende geringe Lohnniveau sei nicht ausschlaggebend für die Standortwahl gewesen, sagte Geschäftsführer George Mori. „Wir arbeiten anlagen- und rohstoffintensiv.“ Entscheidend waren die gute Hafen- und Gleisanbindung in Lubmin sowie die Nähe zur A 20, wie der Amerikaner sagte. Zu den Anlagen gehören ein eine Million Euro teures Labor sowie ein Lager mit 57 Tanks. Die Schmierstoffe bestehen aus Grundölen auf Erdölbasis und verschiedenen Zusatzstoffen, die in den Produktionsanlagen gemischt und veredelt werden.

Nach Angaben des Unternehmens können in Lubmin jährlich bis zu 40 000 Tonnen Schmierstoffe hergestellt werden. Kunden seien Automobilhersteller und Motorenölvertriebe. Die Öle würden auch in Formel-1-Rennwagen eingesetzt. Mit der geplanten Erweiterung der Anlage im kommenden Jahr soll die Zahl der Mitarbeiter auf 32 aufgestockt werden. Noch werden die Ausgangsstoffe und Produkte per Lastwagen gebracht, bei größeren Produktionsmengen sollen die Öle über den Hafen verschifft werden.

LN

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