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Norddeutschland Forscher finden Plastikreste in Speisefischen
Nachrichten Norddeutschland Forscher finden Plastikreste in Speisefischen
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09:49 12.01.2016
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Bremerhaven

Plastik verrottet nicht. Für die Meere wird das zum Problem. Winzige Plastikreste schweben im Wasser und landen im Magen vieler Tiere — auch bei Makrele, Kabeljau und anderen Speisefischen. Das haben Biologen vom Alfred-Wegener-Institut (Awi) in Bremerhaven nun in einer Studie an Fischen aus Nord- und Ostsee nachweisen können. Was passiert, wenn wir diese Fische verzehren? Ob eine Gefahr für den Menschen besteht, können die Forscher zurzeit noch nicht abschätzen. Im Meer lassen Wind, Wellen und Licht Kunststoff in nur wenige Millimeter große Partikel zerfallen. Forscher nennen diese Reste Mikroplastik. Gefunden wurden sie schon in allen Weltmeeren, wo sie nicht nur Seevögel, Wale und Lebewesen am Meeresboden bedrohen. Neue Awi-Studien haben gezeigt, dass auch Fische in Nord- und Ostsee sowie Meeresschnecken die Plastikteile fressen. Besonders stark betroffen sind demnach Makrelen, die offenbar Plastikreste mit Beute verwechseln.

Mikroplastik treibe oft in hoher Dichte an der Wasseroberfläche und ähnele damit frisch geschlüpften Seenadeln, auf die Makrelen Jagd machen.

LN

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