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Norddeutschland Forscher gehen der Ostsee auf den Grund
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20:10 13.06.2017
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Rostock

Rostock. 350 Ostseeforscher aus 18 Staaten sind gestern zum viertägigen „Baltic Sea Science Congress“ nach Rostock gekommen, um ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Zustand der Ostsee vorzustellen. Die gute Nachricht: Im globalen Vergleich gehe es dem Mare Balticum gut. Das große Aber formulierte Ulrich Bathmann, Direktor des Instituts für Ostseeforschung Warnemünde (IOW), das mit der Universität Rostock zur Konferenz eingeladen hatte, so: „Das drängendste Problem ist der ökologische Zustand der Ostsee.“ In den vorgestellten Forschungsergebnissen sei der menschliche Einfluss auf das Meer klar zu erkennen. „Vor allem an Größen wie Temperatur, Sauerstoff und Nährsalzgehalt.“ Die Politik sei nach Maßnahmen gefragt, um einen gesunden Zustand der Ostsee bis zum Jahr 2020 zu erreichen, erklärte Bathmann. Angesichts von neun Anrainerstaaten und 85 Millionen Menschen, die im Einzugsbereich der Ostsee lebten, könne dies nur über internationale Kooperationen funktionieren.

Die Wissenschaftler wollen in einer Teilveranstaltung Parlamentarier über ihre Erkenntnisse informieren und Vorschläge zum Meeresschutz unterbreiten. Dazu würden unter anderem eine Kontrolle der Nährstoffeinträge aus der Landwirtschaft sowie eine Ausweitung von Schutzgebieten in der Ostsee gehören, um die Artenvielfalt zu erhöhen, sagte Bathmann. Die Schutzmaßnahmen in der Ostsee seien weltweit Vorbild: „Das bedeutet aber nicht, dass die Ostsee schon eine sichere Geschichte ist.“ Weitere Themen sind die Blaualgen-Blüte, invasive Arten und Auswirkungen des Klimawandels auf die Ostsee.

LN

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