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Norddeutschland Foto-Verbot im Schwimmbad
Nachrichten Norddeutschland Foto-Verbot im Schwimmbad
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18:12 26.11.2016
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Lüneburg/Lübeck

Bäder sind ein sensibler Bereich. Das Gefühl, dort von Fremden fotografiert werden zu können, löst Unbehagen aus. In der Salztherme Lüneburg gilt deswegen seit 1. November ein generelles Film- und Fotografierverbot. Es schließt ausdrücklich Smartphones und andere mobile Kameras mit ein.

Dem Betreiber liege „der Schutz der Privatsphäre unserer Gäste am Herzen“, sagt Geschäftsführer Dirk Günther zur neuen Regelung. „Das gilt insbesondere für die vielen Kinder und Jugendlichen, aber auch für alle Erwachsenen, die zu uns kommen.“ Damit Bade- und Saunagäste trotzdem die Kommunikations- und Lesemöglichkeiten ihrer Smartphones nutzen können, erhalten sie Sticker zum Abdecken der Kamera-Optik. Sie kleben nicht auf dem Objektiv, sondern haften durch Adhäsion an der Oberfläche. Sie können im Anschluss rückstandsfrei entfernt werden.

Auch in Schleswig-Holstein achten die Betreiber von Hallen- und Wellnessbädern auf den Schutz der Privatsphäre ihrer Badegäste. Das ergab eine Umfrage der LN. In der Grömitzer Welle gilt seit Juli 2015 ein generelles Film- und Fotografierverbot. „Natürlich laufen bei uns auch manchmal Leute mit Handys rum“, erklärt Karl H. Stein vom Betreiber Tourismus-Service Grömitz. „Aber unsere Schwimmmeister sind gebrieft, und vermitteln nett, dass das nicht gestattet ist. Bislang läuft alles problemlos.“

Die Lübecker Schwimmbäder haben ein Verbot ebenfalls in ihrer Haus- und Badeordnung festgehalten, sagt Sprecherin Svenja Kindermann. Dort steht, dass das Fotografieren und Filmen fremder Personen und Gruppe ohne deren Einwilligung nicht gestattet ist. Zudem weisen Plakate auf das Verbot hin. Probleme gab es bislang noch nicht. „Wir mussten weder Hausverbote aussprechen noch jemanden rausschmeißen“, sagt Kindermann. In der Holstein Therme in Bad Schwartau sei es ebenfalls üblich, dass weder Handys noch Fotoapparate mitgeführt werden dürfen, sagt eine Sprecherin und verweist auf die Hausordnung. Für Aufsehen sorgte im Sommer das Fotografierverbot am Strand von Boltenhagen. Damit sollten die Badegäste vor ungewollten Fotos geschützt werden. jad

LN

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