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Norddeutschland Fregatte "Lübeck“ bewacht russische Kriegsschiffe
Nachrichten Norddeutschland Fregatte "Lübeck“ bewacht russische Kriegsschiffe
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14:10 26.01.2017
Seit Dienstag passt bereits der Kieler Marinetanker „Spessart“ auf den russischen Schiffsverband auf. Quelle: Royal Navy
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Kiel

Die „Lübeck“ wird die russischen Kriegschiffe auf dem Weg durch die deutsche Wirtschaftszone eskortieren. Seit Dienstag ist bereits der Kieler Marinetanker „Spessart“ bei dem russischen Verband, der sich nach dem Einsatz vor der syrischen Küste auf dem Heimweg befindet. Die „Spessart“ ist unter norwegischem Kommando Teil eines Nato-Einsatzverbandes. Die Nato hatte für den Verband bislang alle Hafenbesuche gestrichen und die Bewachung der russischen Einheiten angeordnet.

Zusätzlich hatte die deutsche Marine am Mittwoch auch das das deutsche Flottendienstboot „Oker“ im Englischen Kanal zu den  russischen Schiffe entsandt. Das Eckernförder Spezialschiff hat mit seiner modernen Aufklärungstechnik  die russischen Schiffe im Rahmen der SIGINT-Aufklärung  vermessen und elektronische „Fingerabdrücke“ genommen. Die Marine kommentierte diese Operation traditionell nicht. In den letzten beiden Tagen hatten außerdem auch schon Seestreitkräfte aus Portugal, Frankreich, Großbritannien, Belgien und den Niederlanden die russischen Schiffe überwacht und eskortiert.  

Der russische Verband besteht aus den beiden großen Einheiten sowie mehreren kleineren Kampf- und Versorgungsschiffen. Es wird erwartet, dass der Verband heute gegen 11 Uhr westlich Helgoland die deutsche Wirtschaftszione erreicht und sie dann mit Nordkurs passiert. Voraussichtlich danach trennt sich das Geschwader, ein Teil soll dann in die Ostsee einlaufen und Kurs auf Kaliningrad nehmen.  Der Flugzeugträger und der Atom-Kreuzer fahren weiter zu ihren Heimatstützpunkten im Nordmeer.

Von Frank Behling

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