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Norddeutschland Freier Blick auf die Forschung
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22:06 15.08.2016
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Westerland

Für Strom aus Wind und Sonne haben Grüne wie Robert Habeck immer gestritten. Draußen in der Nordsee, 80 Kilometer westlich von Sylt, steht ein solcher Windpark, dessen gigantische Anlagen Ökostrom produzieren. Sie greifen aber auch in die Umwelt ein. Die Risiken und Folgen der Energie-Erzeugung im Meer werden auf der 13 mal 13 Meter großen Forschungsplattform „Fino 3“, 1,2 Kilometer entfernt vom Offshore-Park DanTysk, untersucht. Mehr als 15 Millionen Euro hat Bund und Land allein die Anschaffung der Forschungsplattform gekostet.

 

Robert Habeck zu Gast auf der Forschungsplattform „Fino 3“. Quelle: dpa

Auf der „Fino 3“ geht es 22 Meter über dem Meeresspiegel um lauter Fachfragen zu Windanlagen. Wie groß sind Auswaschungen von Sediment am Gewässerboden durch Strömung um das Bauwerk und welche Gefahren verursachen sie? Wie kann man den Korrosionsschutz so verbessern, dass sich kein Gift im Wasser verteilt? Seit 2009 treiben Hochschulen und Firmen solche Forschungen mit Millionenaufwand hier draußen in der Nordsee voran. Gestern schaute sich Schleswig-Holsteins Umwelt- und Energieminister Robert Habeck die Sache genauer an: „Wenn man hier steht und die Windparks sieht, versteht man, was für ein gigantisches Projekt das ist.“

Besonders spannend: die Wechselwirkungen zwischen Windanlagen und Natur. Am Pylon der Windanlage setzen sich Muscheln und anderes Kleingetier an, dies lockt Fische an und die wiederum Schweinswale. Einer dieser Meeressäuger schwimmt gerade vorbei, als Habeck ins Wasser schaut. Wenn der Eingriff in die Natur wieder kompensiert werde durch positive Auswirkungen auf die Meeresbiologie, wäre das zumindest interessant, sagt Habeck betont vorsichtig angesichts der ökologischen Bedenken gegen die Windparks auf See: „Wir müssen das dringend untersuchen.“

LN

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