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Friesenhof: Heimaufsicht hatte schwere Bedenken

Kiel Friesenhof: Heimaufsicht hatte schwere Bedenken

Diese waren bereits 2013 Thema, belegt Aktenvermerk.

Kiel. Der Friesenhof-Skandal: Das Landesjugendamt habe doch zeitnah auf die Beschwerden über die Erziehungspraxis in dem Dithmarscher Mädchenheim reagiert, hatte die Landtags-SPD noch Anfang Februar nach der letzten Sitzung des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses erklärt. Jetzt tauchen Dokumente auf, die beweisen, dass die Mitarbeiter der Heimaufsicht des SPD-Sozialministeriums selber die Vorfälle in dem Heim als drastischer und die Gegenmaßnahmen der eigenen Behörde als untauglich bewerteten.

Innerhalb des Teams der Heimaufsicht seien in Besprechungen bereits 2013 bezüglich der Einrichtung Friesenhof Begriffe wie „entwürdigendes Erziehungsverhalten“, „Missachtung der Menschenrechte“ und „Vergleichbarkeit zu den Vorkommnissen in Glücksburg“ gefallen, heißt es jetzt in einem Zwischenbericht für die FDP-Fraktion. Das gehe aus einem gemeinsamen Vermerk der Heimaufsicht vom 22. Juni 2015, kurz nach dem Öffentlichwerden des Skandals und der Schließung des Heims hervor. Es sei eine Betreuungspraxis sichtbar geworden, die mehr und mehr auf Einschüchterung, Zwang und Unterwerfung der Kinder und Jugendlichen ausgerichtet gewesen sei.

Ab Oktober 2013 sei man in der Heimaufsicht davon ausgegangen, dass es sich nicht mehr „um Beschwerden der üblichen Art“, sondern um massives Fehlverhalten diverser Mitarbeiter handele, „das wahrscheinlich durch die Leitungsebene der Einrichtung verstärkt, aber zumindest gebilligt worden ist". Nach Ansicht der sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Heimaufsicht hätte dies ein „rasches und entschlossenes Handeln notwendig gemacht“. Stattdessen aber seien „teilweise notwendige Schritte“ wie Tätigkeitsuntersagungen unterblieben.

Der Untersuchungsausschuss setzt seine Vernehmungen am kommenden Montag fort. Dann sollen weitere Ex-Friesenhof-Mitarbeiter und Mitarbeiter des sozialen Dienstes zu den Vorfällen in dem Skandal-Heim aussagen.

wh

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