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Norddeutschland Friesenhof: Neuer Ärger um alte Akten
Nachrichten Norddeutschland Friesenhof: Neuer Ärger um alte Akten
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23:18 22.01.2016
Heike Franzen (51).
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Kiel

Neuer Streit um Unterlagen aus dem Friesenhof. Nach einem Bericht des NDR haben Mitarbeiter der Heimaufsicht des Kieler Sozialministeriums im September 2015 bei einer Begehung des Ex-Mädchenheims in Dithmarschen noch Akten gefunden und mitgenommen. Wurden sie dem Parlamentarischen Untersuchungsausschuss (PUA) vorenthalten?

Die Obfrau der CDU im PUA, Heike Franzen, glaubt das — und kündigt drastische Maßnahmen an: „Wenn das Ministerium nicht alle Akten liefert, werden wir sie beschlagnahmen lassen.“ Bisher sei man davon ausgegangen, dass das Sozialministerium alle mit dem Friesenhof zusammenhängenden Akten vorgelegt hat. Im Ministerium bewertet man das ganz anders. Die Mitarbeiter des Landesjugendamtes hätten die offenbar von der Ex-Betreiberin vergessenen Unterlagen aus dem bereits leerstehenden Gebäude des Friesenhof- Camps „Nanna“ mitnehmen müssen, da sie dem Anschein nach persönliche Daten enthielten.

Die ehemalige Betreiberin sei dann aufgefordert worden, die Unterlagen abzuholen. Das sei aber bislang nicht erfolgt. Die Unterlagen würden auf Empfehlung der Datenschützer verschlossen verwahrt. Den Inhalt hätten die Mitarbeiter nicht geprüft, dem äußeren Anschein nach dürfte es sich zum Beispiel um Schulhefte der zuvor im Friesenhof untergebrachten Mädchen oder Unterlagen zum Thema Hygiene handeln, heißt es. Der PUA sei über den Sachverhalt informiert und es sei eine Inaugenscheinnahme angeboten worden. „Ich habe kein Verständnis dafür, dass die Trägerin dem ersten Anschein nach persönliche Unterlagen in dem geräumten Haus zurücklässt. Es war daher nur richtig und konsequent, diese in Abstimmung mit den Datenschützern zu verwahren“, sagt Alheit.

wh

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