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Friesenhof: Staatssekretärin über Zustände zu spät informiert?

Kiel Friesenhof: Staatssekretärin über Zustände zu spät informiert?

Kiel. Die Staatssekretärin bleibt dabei: Von den Zuständen im Friesenhof habe sie erst kurz vor dessen Schließung erfahren, erklärte Anette Langner gestern ...

Kiel. Kiel. Die Staatssekretärin bleibt dabei: Von den Zuständen im Friesenhof habe sie erst kurz vor dessen Schließung erfahren, erklärte Anette Langner gestern erneut vor dem Friesenhof-Untersuchungsausschuss (PUA). Meldungen über Überlastungen in der Heimaufsicht hätten sie ebenfalls erst im Rahmen der Aufarbeitung der Friesenhof-Vorfälle erreicht und nicht davor. Langner bestätigte mit ihren Äußerungen Aussagen der Ministeriumspressesprecher, der ehemaligen Leiterin des Ministerbüros oder auch der Landesjugendamtsleiterin. Diese hatten bei vorherigen Sitzungen betont, die Hausspitze sei erst Ende Mai 2015 über die Missstände informiert worden.

Zwei Friesenhof-Häuser in Dithmarschen waren im Juni 2015 nach massiven Vorwürfen wegen menschenunwürdiger Methoden im Umgang mit untergebrachten Mädchen vom Landesjugendamt geschlossen worden. Kurze Zeit später meldete die Betreiberin Insolvenz an, auch die restlichen Häuser schlossen. Im Untersuchungsausschuss schilderten ehemalige Bewohnerinnen und Mitarbeiter, dass Strafsport, Schlafentzug und Schikanen durch Betreuer in zwei Friesenhof-Mädchencamps an der Tagesordnung waren.

Nach Ansicht der Opposition haben Heimaufsicht und Sozialministerium zu spät und unzureichend auf Vorwürfe und Beschwerden reagiert. Die Staatssekretärin verwies erneut auf juristische Gutachten, die belegten, dass die Heimaufsicht rechtmäßig gehandelt habe. Dennoch seien im Nachgang an die Vorkommnisse im Friesenhof hausintern Veränderungen vorgenommen worden, erklärte Langner. So wurde die Aktenführung überarbeitet und ein Jour fixe eingerichtet, an dem sie teilnehme. Das Personal in der Heimaufsicht wurde auf zwölf Mitarbeiter aufgestockt. Am kommenden Montag soll Sozialministerin Kristin Alheit (SPD) im PUA befragt werden. Am 28. November will Prof. Mathias Schwabe sein pädagogisches Gutachten im Ausschuss vorstellen. Das Fazit seines Gutachtens wurde im Gremium bereits verlesen. Darin wird das Konzept des Friesenhofes bemängelt. Bei Jugendämtern und Landesjugendamt hätten sich Nachfragen bei der Lektüre der Konzepte ergeben müssen, heißt es dort.

LN

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