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Norddeutschland Frist läuft bald ab: Höchste Zeit für den Resturlaub
Nachrichten Norddeutschland Frist läuft bald ab: Höchste Zeit für den Resturlaub
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18:20 06.02.2016

Arbeitnehmern stehen laut Bundesurlaubsgesetz jedes Jahr mindestens vier arbeitsfreie Wochen zu. Doch nicht immer ist es möglich, die Urlaubstage im laufenden Jahr zu nehmen — zum Beispiel wegen einer Krankheit oder weil im Betrieb viel zu tun ist.

Was in solchen Fällen mit den freien Tagen passiert, ist ebenfalls im Bundesurlaubsgesetz geregelt: Dann muss der Resturlaub aus dem alten Jahr in der Regel bis zum 31. März des Folgejahres genommen werden. Wer also noch Urlaubstage aus dem Jahr 2015 übrig hat, sollte jetzt schnell mit seinem Chef oder den Mitarbeitern der Personalabteilung reden, damit der Anspruch nicht verfällt.

„Bei uns ist die Urlaubsfrage mittels einer Betriebsvereinbarung fixiert“, erklärt Gerd Hofrichter, Sprecher der Bäckerei Junge. Auch beim Medizin- und Sicherheitstechnik-Hersteller Dräger und beim Marzipanhersteller Niederegger sind die Urlaubsregeln im Tarifvertrag festgeschrieben.

Im Detail lassen sich aber kleine Unterschiede bei den Vereinbarungen finden. Während bei der Bäckerei Junge und bei Niederegger der Resturlaub bis Ende März genommen werden muss, gilt bei Dräger eine etwas andere Regelung. „In unserem Unternehmen können die Mitarbeiter ihren Urlaub in den ersten vier Monaten des nachfolgenden Jahres nehmen“, sagt Dräger-Sprecherin Melanie Kamann. Wenn möglich, solle der Urlaub aber im laufenden Jahr genommen und nicht aufgespart werden, ergänzt sie.

Bei Niederegger gilt dieses ebenfalls, Resturlaub sei jedoch keine Seltenheit. „Da bei uns gerade in der Weihnachtszeit viel los ist und der Urlaub mit den Produktionszeiten abgestimmt wird, nehmen viele unserer Angestellten ein paar Urlaubstage mit ins neue Jahr“, sagt Sprecherin Kathrin Gäbel. „Bis Ostern ist es in unserem Betrieb dann erst einmal ein wenig ruhiger, und der Resturlaub kann abgebummelt werden.“

Obwohl Ostern, wie in diesem Jahr, manchmal vor den 31. März fällt, sei es bei Niederegger noch nie vorgekommen, dass Resturlaub nicht vor dem Verfallsdatum genommen werden konnte, sagt Gäbel.

Auch Gerd Hofrichter von der Bäckerei Junge betont, dass Resturlaub „nur in absoluten Ausnahmen“ nicht gewährt werden könne, zum Beispiel bei krankheits- oder betriebsbedingten Vertretungen.

Mit einer Auszahlung sollten Arbeitnehmer indessen nicht rechnen, wenn es um ihren Resturlaub geht. Lediglich bei der Beendigung des Arbeitsverhältnisses hat der Arbeitnehmer rechtlich einen Anspruch darauf, statt Urlaubstagen Geld zu bekommen. Die Regelung tritt bei einer Kündigung genauso in Kraft wie bei einer Pensionierung oder bei Erwerbsunfähigkeit.

Katharina Bambenek

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