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Norddeutschland Früherem NDR-Redakteur droht Bewährungsstrafe
Nachrichten Norddeutschland Früherem NDR-Redakteur droht Bewährungsstrafe
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21:16 18.02.2016

Auftakt im Korruptionsprozess gegen den ehemaligen NDR- Redakteur Gerd R. (62) vor dem Kieler Landgericht: Insgesamt 509 000 Euro brutto kassierte der Journalist laut Anklage nebenher als „Berater“ von Bauern, Bahnern und Schornsteinfegern im Tatzeitraum 2003 bis 2010. Neben dem Bauernverband und der Deutschen Bahn gehörten auch der Bund der Steuerzahler und das Kieler Institut für Weltwirtschaft zu seinen Kunden.

Kaminkehrer bringen bekanntlich Glück. Allein die Landesinnung der Schornsteinfeger, die nach einer EU-Forderung die Aufhebung ihrer Bezirksmonopole befürchtete, investierte 186 000 Euro in ihren Mann beim NDR. Doch letztlich hätten die Schornsteinfeger das Geld auch durch den Kamin jagen können. Denn der wegen Bestechlichkeit und Betrugs angeklagte Redakteur nahm sein Vorschlagsrecht für die Programmgestaltung des Senders nie wahr. So soll es in fast allen 69 angeklagten Korruptionsfällen gelaufen sein: Die zahlenden Vertragspartner des Journalisten glaubten in ihm einen verdeckten Lobbyisten in Politik und Medien zu haben.

Im Falle eines „werthaltigen Geständnisses“ hat die Wirtschaftsstrafkammer im Rahmen eines Deals maximal zwei Jahre auf Bewährung zugesagt. Das Verfahren gegen die wegen Beihilfe angeklagte Ehefrau (59) hat das Gericht bereits gegen Zahlung von 15 000 Euro eingestellt.

gey

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