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Norddeutschland „Für mich ist das eine riesige Chance“
Nachrichten Norddeutschland „Für mich ist das eine riesige Chance“
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19:53 26.09.2013
Luna Simao tritt  heute bei Stefan Raabs „Bundesvision Song Contest“ für den Norden an.
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Lübeck

Ihr Vater stammt aus Angola, ihre Mutter aus Deutschland – aber sie selbst ist durch und durch Lübeckerin: Die 17-jährige Luna Simao geht heute bei Stefan Raabs „Bundesvision Song Contest“ (ProSieben, 20.15 Uhr) für Schleswig-Holstein ins Rennen und präsentiert ihren Song „Es geht bis zu den Wolken“. Im LN-Interview spricht sie über sich und ihre Musik.

Lübecker Nachrichten: Und? Schon aufgeregt?

Luna Simao: Also wenn ich darüber nachdenke, heute Abend auf dieser großen Bühne zu stehen und vor Tausenden Leuten in der SAP Arena zu singen, bekomme ich Herzklopfen.

LN: Bist Du alleine nach Mannheim gefahren?

Simao: Ja, aber meine Familie wird heute Abend nachkommen – zumindest ein Teil von ihr.

LN: Ein Teil?

Simao: Ich habe noch acht Halb-Geschwister, das wird sonst etwas viel..ein Teil kommt nach Mannheim. Ein Teil drückt mir von Lübeck aus die Daumen.

LN: Wie bist Du überhaupt auf die Idee gekommen, beim Bundesvision Song Contest mitzumachen?

Simao: Mein Management hat mich eines Tages gefragt, ob ich nicht Lust hätte, mich zu bewerben, und da dachte ich mir, warum eigentlich nicht?

LN: Und dann?

Simao: Habe ich mich hingesetzt und eine Bewerbung geschrieben, warum Schleswig-Holstein das schönste Bundesland Deutschlands ist und warum ich es bei dem Contest vertreten sollte. Und es hat geklappt.

LN: Und warum solltest Du es unbedingt vertreten? Was ist typisch nordisch an Dir?

Simao: Ich würde sagen, meine Offenheit.

LN: Uns Nordlichtern sagt man aber eigentlich nach, dass wir eher verschlossen sind.

Simao: Mag sein, aber das stimmt ja überhaupt nicht.

LN: Dein Song „Es geht bis zu den Wolken“ ist ja eine richtige Liebeserklärung an Lübeck. . .

Simao: Ja. Und sie kommt von Herzen. Ich bin hier geboren und aufgewachsen. Und ich finde, das ist die perfekte Stadt. Nicht zu groß, nicht zu klein.

LN: Hast Du einen Lieblingsplatz hier?

Simao: Da gibt es keinen speziellen, aber, was ich an Lübeck besonders liebe, ist, dass man immer irgendwie ans Wasser kommt – egal, in welche Richtung man geht. Das finde ich toll.

LN: Seit wann machst Du denn professionell Musik?

Simao: Seit zwei Jahren, aber Musik hat schon seit meiner Kindheit eine sehr große Rolle gespielt.

LN: Spielst Du Instrumente?

Simao: Ja, ich habe früh mit Gitarre und Klavier angefangen und schon als Kind die Plattensammlung meiner Mutter auseinandergenommen und die Stücke nachgespielt.

LN: Ist das heute Abend Dein größter Auftritt?

Simao: Ja, aber ich spiele schon seit längerem in der Big Band meiner Schule (Johanneum zu Lübeck) – und auch, wenn das für manche nur nach „Schulband“ klingt: Das ist eine der besten Jugend-Big- Bands in Deutschland.

LN: Hast Du Vorbilder?

Simao: Ich bin ein großer Fan von Lauryn Hill.

LN: Und wie findest Du Stefan Raab?

Simao: Ehrlich gesagt ziemlich nett. Also für die kurze Zeit, in der ich ihn kennenlernen durfte, war er sehr höflich – und gar nicht arrogant.

LN: Max Herre, Bosse, Pohlmann, Johannes Oerding – Deine Konkurrenz heute Abend ist groß. Hast Du Angst?

Simao: Nein, das ist für mich in Ordnung, und mir ist auch bewusst, dass die größeren Namen wohl auch gewinnen werden. Aber mir geht es auch nicht um einen Sieg – mir geht es um die riesige Chance, mich zum ersten Mal in so einem Format in der Öffentlichkeit präsentieren zu dürfen. Ich möchte allen zeigen, was ich kann und den Moment auf der Bühne genießen.

LN: Du gehst also nicht davon aus, abzuheben und drückst nächste Woche wieder artig die Schulbank?

Simao: Klar. Gleich am Montag – mit Erdkunde in der ersten Stunde.

LN: Gibt’s einen Plan B, falls es mit der Musikkarriere nicht klappt?

Simao: Schule geht auf jeden Fall immer vor. Und ich könnte mir vorstellen, nach dem Abi auch etwas mit Sprachen zu machen. Ich spreche bereits Englisch, Französisch und Spanisch und möchte unbedingt noch mehr lernen.

LN: Und gibt es noch etwas Persönliches, was Du loswerden möchtest?

Simao: Ja. Ich bin wirklich sehr sehr berührt von dem großen Feedback, das ich jetzt schon von so vielen Seiten bekomme. Das gibt mir ganz viel Kraft für heute Abend und dafür möchte ich mich von ganzem Herzen bedanken.

Interview. S. Tafazoli

Und das sind einige von Lunas Kontrahenten: 

                 

Die Teilnehmer beim „Bundesvision Song Contest“:

Baden-Württemberg: Max Herre Featuring Sophie Hunger – „Fremde“
Bayern: Charly Bravo – „Dreckige Namen“
Berlin: MC Fitti – „Fitti mit’m Bart“
Brandenburg: Keule – „Ja genau!“
Bremen: De Fofftig Penns – „Löppt“
Hamburg: Johannes Oerding – „Nichts geht mehr“
Hessen: Sing um dein Leben – „Unter meiner Haut“
Mecklenburg-Vorpommern: Guaia Guaia – „Terrorist“
Niedersachsen: Bosse – „So oder so"
Nordrhein-Westfalen: Pohlmann – „Atmen“
Rheinland-Pfalz: Mega! Mega! – „Strobo“
Saarland: DCVDNS – „Eigentlich wollte Nate Dogg Die Hook singen“
Sachsen: The Toten Crackhuren im Kofferraum – „Ich brauche keine Wohnung“
Sachsen-Anhalt: Adolar – „Halleluja“
Schleswig-Holstein: Luna Simao – „Es geht bis zu den Wolken“
Thüringen: Hannes Kinder & Band – „Déjà-vu“

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