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Norddeutschland G 20: Polizei startet Großeinsatz
Nachrichten Norddeutschland G 20: Polizei startet Großeinsatz
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21:14 22.06.2017
Polizeifahrzeuge stehen vor dem Eingang der Hamburger Messehallen, dem Tagungsort des G-20-Gipfels. Quelle: Foto: Axel Heimken/dpa
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Hamburg

. Gut zwei Wochen vor dem G-20-Gipfel hat die Hamburger Polizei ihren Großeinsatz begonnen. Der Führungsstab für mehr als 15000 Beamte nahm gestern seine Arbeit auf. „Es wird der größte Einsatz in der Geschichte der Hamburger Polizei“, hatte Polizeipräsident Ralf Martin Meyer bereits in der vergangenen Woche angekündigt. Zahlreiche Kolonnen von Polizeifahrzeugen aus anderen Bundesländern fuhren durch die Stadt. Allein Nordrhein-Westfalen wollte 2200 Polizisten entsenden. Vom Wasserwerfer über den Streifenwagen bis hin zum Polizeihubschrauber hätten die Beamten alles dabei, hatte ein Polizeisprecher in Duisburg erklärt.

Hintergrund des frühen Einsatzbeginns sind die verstärkten Aktivitäten von Gipfelgegnern. Diese planen für morgen eine Demonstration gegen die Gefangenensammelstelle (Gesa) der Polizei in Hamburg-Harburg. Die Kundgebung unter der Parole „Gesa to Hell“, zu der die Veranstalter 500 Teilnehmer erwarten, wird von der Polizei als problematisch eingestuft. „Wir wollen auch im Vorfeld gerne, dass alles heil bleibt in dieser Stadt“, hatte G-20-Einsatzleiter Hartmut Dudde vor wenigen Tagen erklärt.

Die Bundespolizei, die hauptsächlich für die Sicherheit an Bahnanlagen und am Flughafen verantwortlich ist, will ihren Großeinsatz am 30. Juni starten. 3800 Beamte sind beteiligt, bis zu 3400 allein im Raum Hamburg. Die „Masse der Kräfte“ werde am Vortag anreisen, sagte eine Sprecherin. Nach den Brandanschlägen in der Nacht zu Montag begann die Bundespolizei damit, Bahnanlagen aus der Luft zu kontrollieren. Bereits in der Nacht zu Dienstag wurden einige Strecken, etwa in Nordrhein-Westfalen und Berlin, mit Hubschraubern überwacht.

Trotz des riesigen Personaleinsatzes zu G 20 müssen die Hamburger nicht befürchten, dass die Polizei kein Auge mehr für die gewöhnliche Kriminalität hat. Polizeisprecher Timo Zill versicherte, dass alle Kommissariate besetzt und alle Streifen planmäßig unterwegs seien. Die Kollegen müssten aber während des Gipfels in Zwölfstundenschichten arbeiten. Das OSZE-Ministertreffen im vergangenen Dezember habe zudem gezeigt, dass die massive Polizeipräsenz auch gewöhnliche Kriminelle abschreckte.

LN

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