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Norddeutschland G-20-Protest: Steinewerfer verurteilt
Nachrichten Norddeutschland G-20-Protest: Steinewerfer verurteilt
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20:14 26.09.2017
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Hamburg

Wegen Flaschen- und Steinwürfen auf Polizisten beim G-20-Gipfel hat das Amtsgericht Hamburg einen 29-jährigen Tschechen zu eineinhalb Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Der Angeklagte gestand gestern, am Abend des 7. Juli in St. Pauli fünf Steine und zwei Flaschen auf Polizisten geworfen zu haben. „Ich habe mich von der aggressiven Stimmung, die zwischen Polizisten und Demonstranten herrschte, hinreißen lassen“, sagte er in einer Erklärung, die sein Verteidiger verlas.

Das Gericht sprach den Barmann aus Prag des schweren Landfriedensbruchs, der versuchten gefährlichen Körperverletzung und des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte schuldig. Als Bewährungsauflage muss er 1600 Euro an die Staatskasse zahlen und zudem eine DNA-Probe abgeben. Nach knapp drei Monaten Untersuchungshaft ordnete der Richter die Freilassung an.

Nach Aussage eines verdeckt eingesetzten Polizisten war der Angeklagte schwarz gekleidet gewesen und hatte sich mit einem roten T-Shirt auffällig maskiert. Wenigstens zwei der faustgroßen Steine habe der 29-Jährige bei sich gehabt. Er habe die Steine und Flaschen innerhalb von zehn Minuten auf die Polizisten geworfen und mindestens dreimal getroffen. Ob jemand verletzt wurde, konnte das Gericht nicht feststellen.

Der Verteidiger argumentierte, die Schutzpanzerung der Polizisten kompensiere üblicherweise Steinwürfe. Diese seien darum nicht so gefährlich wie von der Staatsanwaltschaft behauptet. Er plädierte für eine Bewährungsstrafe an der unteren Grenze von sechs Monaten.

LN

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