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Norddeutschland G 20 – das müssen Sie wissen
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18:27 01.07.2017
Die Demonstration am 1. Mai in Hamburg – schon mit Transparenten zu G 20. Quelle: Fotos: Heimken, Scholz, Charisius/dpa
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Straßen: Dem Automobilclub ADAC zufolge droht während des Gipfels vom kommenden Donnerstag bis Sonnabend in und um Hamburg ein Verkehrskollaps. Neben den geplanten Straßensperren rund um das Messegelände und die Elbphilharmonie werden spontane Absperrungen notwendig sein: Unangemeldete Demonstrationen oder kurzfristig anberaumte Konvois der Gipfelteilnehmer können den Verkehr zeitweise zum Erliegen bringen. Ampeln könnten ausfallen, Verkehrszeichen demoliert sein. Der ADAC empfiehlt, auf die Bahn und den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) auszuweichen.

Zugverkehr, Staus, Einkaufen: Während des Gipfels gibt es in Hamburg viele Einschränkungen.

Züge: Pendler können mit der Regionalbahn bis Hamburg-Hauptbahnhof fahren, sagt Bahn-Sprecherin Angelika Theidig. „Wir hoffen, dass die Pendler aus Lübeck uneingeschränkt fahren können.“ IC- und ICE-Züge beginnen und enden von Freitag ab Betriebsbeginn bis Sonnabend, 16.30 Uhr, im Hauptbahnhof. Direktzüge aus dem Bundesgebiet mit Ziel Kiel/Westerland/Lübeck oder Rostock sowie in der Gegenrichtung fahren den Hamburger Hauptbahnhof bzw. Dammtor während des Gipfels nicht an. Zusätzliche Haltepunkte seien dafür Harburg beziehungsweise Bergedorf, so Theidig. Um von dort weiterzukommen, verweist die Bahn auf den ÖPNV. Das Reisezentrum Hamburg-Dammtor bleibt von Donnerstag bis Sonnabend geschlossen.

ÖPNV: Die öffentlichen Verkehrsmittel wie Busse, U- und S-Bahnen, sollen überwiegend normal verkehren. Allerdings werden viele Busse nicht in die City fahren. Einige Zugänge zur Hamburger Messe sind gesperrt. Sollte es doch zu Störungen kommen, sollen die Nutzer zeitnah informiert werden.

Flughafen: Von Donnerstag bis Sonnabend kann es am Hamburger Airport zu Verspätungen kommen, da zahlreiche Sondermaschinen landen. Für die Anfahrt empfiehlt die Stadt, mehr Zeit als sonst einzuplanen, da wegen der Fahrzeugkolonnen mit Staatsgästen Kreuzungen zeitweise gesperrt würden. Auch die Parkflächen seien „stark ausgelastet“, kündigt der Flughafen an. Falls möglich, solle die S-Bahn genutzt werden. Die Linie S 1 fährt von Freitag bis Sonntag im 20-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof und bis Altona. Die Aussichtsplattformen des Flughafens bleiben geschlossen.

Hotels: Viele Hotels in und um Hamburg sind belegt. Einige haben ihre Preise angehoben. Dennoch, sagt Ulrike von Albedyll, Hauptgeschäftsführerin des Hamburger Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), sei es möglich, selbst in der Innenstadt noch Zimmer „zu zivilen Preisen“ zu bekommen. In der Umgebung sind ebenfalls viele Hotels belegt – so in Ahrensburg (Kreis Stormarn), wo in den großen Häusern Einsatzkräfte der Polizei logieren. Viele Gäste, die in Hamburg nicht unterkämen, würden bis nach Lübeck ausweichen, sagt eine Hotelmitarbeiterin an der Trave.

„Das spüren wir schon.“

Geschäfte und Gaststätten: Nicht alle Restaurants und Geschäfte in Hamburg haben geöffnet, besonders im Schanzenviertel und in der Innenstadt sind viele Schaufenster verrammelt.

Verhalten als Hamburg-Besucher: Der Besuch der Innenstadt, etwa zum Shoppen, werde auch an den Gipfeltagen uneingeschränkt möglich sein, sagt Polizeisprecher David Stachnik.

„Abgesehen von den angekündigten Verkehrsbehinderungen.“

Wer, etwa am Rande einer Demo, in ein Gedränge gerate, solle sich am besten defensiv verhalten. Notfalls stehe der Polizeinotruf 110 zur Verfügung. Alle Demos würden jedoch von der Polizei intensiv begleitet. Ein Beamter werde im Notfall stets zeitnah vor Ort sein. Stachnik: „Die Innenstadt ist in Hamburg während des Gipfels der bestgeschützte Ort.“

Ausweis- oder Taschenkontrollen bei Passanten in der Innenstadt werde es nicht geben, erklärt der Polizist. „Nur an den Kontrollstellen, wenn Sie in die Sicherheitszone möchten.“ Die vorgesehenen und entsprechend abgesperrten Sicherheitszonen befinden sich im Messebereich und an der Elbphilharmonie.

Bürgertelefon: Unter der Nummer 08000/428650 hat die Polizei vom 6. bis 8. Juli eine kostenfreie Info-Hotline eingerichtet, die von 8 bis 21 Uhr erreichbar ist.

Internet-Info: Die Stadt Hamburg und die Hamburger Polizei sowie die Bahn und der Flughafen informieren auf ihren Internetseiten:

www.hamburg.de/g20-gipfel www.polizei.hamburg/g20-gipfel-in-hamburg

www.deutschebahn.com/presse/hamburg/de/aktuell/Betriebslage_G20

www.hamburg-airport.de/de/g20.php

stö

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