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Norddeutschland G20-Treffen neben dem Szeneviertel
Nachrichten Norddeutschland G20-Treffen neben dem Szeneviertel
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21:15 29.11.2016
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Hamburg

Die „Schanze“ und das benachbarte Karo-Viertel in Hamburg kennen viele vor allem aus den Nachrichten über gewalttätige Auseinandersetzungen zum 1.

Mai. Auch sonst gibt es manche Parallelen zum Berliner Stadtteil Kreuzberg: Eine starke linke Szene, beliebtes Viertel der Alternativen, hoher Ausländeranteil. Dennoch sollen sich in den Hamburger Messehallen, direkt vor der Nase der Linken, bald die Mächtigen dieser Welt versammeln, darunter 2017 die Präsidenten Donald Trump, Recep Tayyip Erdogan, Xi Jinping und Wladimir Putin. Rund um den G20-Gipfel am 7. und 8. Juli werden Zehntausende Demonstranten erwartet. Am 8. und 9. Dezember tagt in Hamburg der OSZE-Ministerrat.

Die Sternschanze und das Karolinenviertel liegen zentral und mauserten sich in den vergangenen Jahren zu angesagten Szenevierteln. Am Wochenende kommen jede Menge Touristen, sagt Henning Breuer leicht genervt. Breuer wohnt hier seit 13 Jahren und ist Mitglied des Stadtteilbeirats. Seit einigen Jahren sind Krawalle zum 1. Mai im Schanzenviertel fast so traditionell wie in Berlin. Nach Ansicht der CDU ist die Rote Flora Zentrum und Quelle von Gewalt und Anarchie im Viertel. Breuer widerspricht. Die Rote Flora in den Resten eines seit 1989 besetzten Theaters sei zwar weit über Hamburg hinaus ein Symbol der linken Szene. „Die Flora-Leute sind aber inzwischen eher gemäßigt.“

Im Viertel selbst graut es vielen vor den Konferenzen. Ladenbesitzer befürchten Einnahmeverluste. Mehrere Kitas machen an diesen Tagen zu. Die Ganztagsgrundschule Sternschanze mit 550 Schülern wollte es den Eltern freistellen, ob sie ihre Kinder zur Schule schicken – bis die Schulbehörde Einspruch erhob.

Die Polizei nimmt derzeit keine militante Kampagne in Hamburg wahr. Breuer verweist auf den 1. Mai, wo der Ärger von außerhalb komme: „Die Akteure sind andere, die reisen an. Wir werden als Bühne für etwas benutzt, was hier keiner will.“

LN

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