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Norddeutschland G9-Initiative: In Hamburg erfolgreich, in Kiel gefloppt
Nachrichten Norddeutschland G9-Initiative: In Hamburg erfolgreich, in Kiel gefloppt
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22:15 11.11.2013
Hamburg

In Hamburg stehen die Befürworter der Rückkehr zum Langsam-Abitur G9 an Gymnasien vor einem ersten großen Erfolg. 16 730 Unterstützer-Unterschriften hat die Initiative „G9-Jetzt-HH“ der Bürgerschaft gestern im Rathaus der Elbmetropole übergeben. Damit kann in Kürze ein Volksbegehren starten. In Schleswig-Holstein droht dasselbe Ansinnen zu scheitern.

Nach acht Monaten hat die Initiative „G9-Jetzt“ hierzulande noch nicht einmal die Hälfte der notwendigen Unterschriften beisammen.

Gut 21 000 Unterschriften müssten es in Schleswig-Holstein sein, um die zweite Stufe des Verfahrens, das Volksbegehren, starten zu können. Es haben aber erst etwa 10 000 Bürger den Aufruf unterzeichnet, berichtet Astrid Schulz- Evers von der G9-Initiative. Im März dieses Jahres war die Sammlung gestartet worden. Sie ist zwar nicht zeitlich begrenzt, nach genau einem Jahr, also ab März 2014, verlieren die ersten, jeweils mit Datum versehenen Unterstützer-Unterschriften aber ihre Gültigkeit. In Hamburg war die Resonanz deutlich höher — wegen der geringeren Einwohnerzahl wären dort sogar nur 10 000 Unterschriften für einen Erfolg notwendig gewesen.

Die 16 730 Unterschriften werden von der Stadt jetzt auf ihre Gültigkeit überprüft. Übernimmt die Bürgerschaft nicht innerhalb von vier Monaten die Forderung der Initiative, startet das Volksbegehren. Das hat Erfolg, wenn dabei innerhalb von drei Wochen 62 000 Unterschriften zusammenkommen. Will das Landesparlament dann immer noch nicht den Vorstellungen der Initiative folgen, kann sie einen Volksentscheid erzwingen, der nach der Bürgerschaftswahl 2015 stattfinden könnte.

Die Initiative will, wie in Schleswig-Holstein auch, erreichen, dass alle Gymnasiasten neben dem Turbo-Abitur G8 auch das Abitur nach neun Gymnasialjahren, also erst nach Klasse 13, ablegen können.

Beim Turbo-Abitur sei der Stress für die Kinder und Jugendlichen viel zu groß, ihnen fehle die Zeit für außerschulische Aktivitäten, für Sport und ehrenamtliches Engagement, argumentieren die G9-Befürworter.

wh

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