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21:23 09.10.2017
Kronprinz Frederik und seine Ehefrau Mary haben in Dänemark eine sehr große Fangemeinde. Quelle: Foto: Imago
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Die meisten Dänen mögen Deutschland: Die große Mehrheit der Dänen steht Deutschland und den Deutschen positiv gegenüber. Das zeigt eine aktuelle Meinungsumfrage im Auftrag der Zeitung „Jyllands-Posten“. 80 Prozent der Befragten antworteten, dass sie eine gute oder sehr gute Meinung vom großen Nachbarland im Süden haben, auch vor dem Hintergrund der Rolle Deutschlands in der EU und der deutschen Flüchtlingspolitik. Die negativen Erfahrungen vor allem während der Besatzung durch Nazi-Deutschland 1940 bis 1945 spielen danach nur noch für acht Prozent der Dänen eine Rolle. Auch das alte Trauma der Niederlage 1864 gegen Preußen, nach der Dänemark die Herzogtümer Schleswig, Holstein und Lauenburg an Deutschland verlor, ist nach Auffassung von Skandinavien-Experte Professor Bernd Henningsen von der Humboldt-Universität Berlin überwunden. Nach Auffassung des Historikers Uffe Østergård von der Handelshochschule in Kopenhagen ist das positive Deutschland-Bild der Dänen neu. „Bei der deutschen Vereinigung hatten viele Dänen Angst vor dem großen, übermächtigen Deutschland“, sagte er der Zeitung.

Soldaten bewachen Synagoge: Dänen müssen sich an einen neuen Anblick gewöhnen: Bewaffnete Soldaten in Tarnfleck-Kampfanzug auf offener Straße mitten in den Stadt. In Kopenhagen jedenfalls ist das seit Anfang September so. Denn die zivil gekleideten Polizeibeamten, die bisher die Synagoge und andere jüdische Einrichtungen sowie die israelische Botschaft bewacht haben, sind von speziell ausgebildeten Soldaten abgelöst worden. Genauso wie an den deutsch-dänischen Grenzübergängen entlasten sie nach einem 14-tägigen Lehrgang die Polizei, die jetzt wieder verstärkt ihren originären Aufgaben im Lande nachgehen soll. Der Vorsitzende der Jüdischen Gesellschaft in Dänemark, Dan Rosenberg Asmussen, sieht nach Presseberichten den Einsatz der Uniformierten vor dem jüdischen Gotteshaus mit gemischten Gefühlen: Er befürchtet, dass der Anblick der Soldaten Menschen abschrecken könnte, die die Synagoge und andere jüdische Einrichtungen besuchen wollten

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Prinzessin Mary zu Tränen gerührt: Die Millionen Fans der dänischen Kronprinzessin Mary waren mal wieder begeistert von ihrem Idol: Mit feuchten Augen sang die Gattin von Kronprinz Frederik auf der Hauptversammlung des dänischen Industrieverbandes Dansk Industri das „Vaterlandslied“ genannte Lied „I Danmark er jeg født“ (In Dänemark bin ich geboren) – obwohl sie 1972 in Australien als Mary Elizabeth Donaldson geboren wurde. Für die Anhänger der Kronprinzessin war es ein weiterer Beweis dafür, wie eng Mary sich mit ihrer neuen Heimat im Norden verbunden fühlt. „Dies ist mehr als ein Lied, es ist eine Liebeserklärung an Dänemark, an die Geschichte, die Sprache, die Kultur und die Landschaft“, sagte Kronprinzessin Mary nach einem Bericht der auf Geschichten rund um das dänische und andere europäische Königshäuser spezialisierten Illustrierten „Billedbladet“. Das Lied „I Danmark er jeg født“ mit Text des Dichters Hans Christian Andersen ist nicht Dänemarks Nationalhymne. Die heißt „Der er et yndigt land“ (Es gibt ein schönes Land).

LN

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