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18:10 13.01.2018

Pferdeflüsterer im Folketing: Im dänischen Parlament gibt es viele Fachleute – von außenpolitischen Experten bis zu umweltpolitischen Sprechern. Seit jüngstem gibt es im Folketing sogar einen Pferdeflüsterer: den finanzpolitischen Sprecher der rechtspopulistischen Dänischen Folkspartei, René Christensen. Dazu ernannt hat ihn Lisbeth Bech Poulsen, finanzpolitische Sprecherin der oppositionellen Sozialistischen Volkspartei, in der Haushaltsdebatte zum Etat 2018. Anlass war die Bereitstellung von acht Millionen Kronen (1,1 Millionen Euro) für die Wiedereinführung einer Reiterstaffel der Kopenhagener Polizei. Sie war von den Rechtspopulisten als Bedingung für die Zustimmung zum Staatshaushalt 2018 durchgesetzt worden. Vor dieser „Ernennung“ hatte Christensen diesen Posten gegen die Kritik Bech Poulsens und anderer Oppositionsredner verteidigt. Die hatten vor allem darauf hingewiesen, dass die Kopenhagener Polizei die 2012 gerade abgeschaffte Reiterstaffel gar nicht wieder haben will: Polizisten zu Pferde seien zu unflexibel und könnten konfrontativ wirken. Für den von der Dänischen Volkspartei genannten Einsatz der berittenen Ordnungshüter in Touristenvierteln wie der Einkaufstraße Strøget oder der Partymeile Nyhavn seien die vor einigen Jahren eingeführten Fahrrad-Streifen der Polizei viel besser geeignet, heißt es in einer Stellungnahme der Polizeiführung.

Regierungschef fordert Zwangsumsiedlung: In Dänemark soll Schluss sein mit Ghettos in den Städten. Sie machten vor allem die Kinder in diesen Wohnvierteln zu Opfern einer sozialen Abwärtsspirale und seien Brutstätten der Kriminalität. Das hat der dänische Staatsminister Lars Løkke Rasmussen (Venstre) in seiner Neujahrsansprache zu einem Ziel seiner Politik gemacht. Die Wohnungen in den Vierteln, in denen überwiegend Ausländer und/oder Sozialhilfeempfänger wohnen, sollen abgerissen und die Bewohner in andere Viertel zwangsumgesiedelt werden. Neue Ghettobildung soll durch verbindliche Zuweisung von Wohnungen in gemischten Vierteln verhindert werden, sagte der Regierungschef. Die Dänische Volkspartei, die gerade erst dem Haushalt 2018 zugestimmt und damit eine schwere Regierungskrise abgewendet hatte, lehnte Løkke Rasmussens Vorstoß ab: Mit der Umsiedlung würden die Probleme nur verteilt, nicht gelöst. Besser sei ein Ausgangsverbot in den Ghettos ab 20 Uhr für Jugendliche unter 18 Jahren. Auch dieses Nein der Rechtspopulisten zum Vorschlag des Regierungschefs hat nach Meinung politischer Kommentatoren dazu beigetragen, dass Løkke Rasmussen lieber Steuersenkungspläne beerdigt hat, als den immer radikaleren Forderungen der Dänischen Volkspartei nachzugeben. Aber selbst Bürgermeister aus Rasmussens eigener Partei halten nichts von Zwangsumsiedlungen. Sie wollen in die Verbesserung der Lebens- und Wohnsituation investieren.

Prinzessin Marie lädt Kinder zum Kochen ein: Essen kochen in der Küche einer echten Prinzessin – für ein paar dänische Schulkinder wird das bald wahr. Die dänische Prinzessin Marie hat sie für Ende Januar zum Kochen zu sich nach Hause eingeladen. Sie möchte dabei zeigen, wie man die Verschwendung von Lebensmitteln vermeiden kann. Marie (41) setzt sich seit langem gegen Lebensmittelverschwendung ein. So zeigte die gebürtige Französin vor einiger Zeit im Internet am Beispiel ihrer eigenen Kinder, Prinzessin Athena (5) und Prinz Henrik (8), wie man Reste vom Vortag beim Schulbrot verwenden kann.

Weißer Januar ohne Alkohol: So teuer Bier, Wein und Schnaps in Dänemark auch sind: Im Advents- und Weihnachtsmonat Dezember sprechen unsere nördlichen Nachbarn diesen Getränken meistens reichlich zu. Zum Ausgleich sollen sie in diesem Monat auf Alkohol verzichten. Dazu hat die dänische Gesundheitsbehörde mit der Proklamation eines „Weißen Januar“ aufgerufen.

LN

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