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Norddeutschland Gastager wehrt sich: Jetzt geht es vor Gericht
Nachrichten Norddeutschland Gastager wehrt sich: Jetzt geht es vor Gericht
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14:39 06.09.2016
Die Kieler Staatsanwaltschaft hat einen Strafbefehl gegen Andrea Gastager, ehemalige Geschäftsführerin der Tourismus-Agentur Schleswig- Holstein (Tash), in Höhe von 33 600 Euro erwirkt. Quelle: Olaf Malzahn
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Kiel

Die Kieler Staatsanwaltschaft hat einen Strafbefehl gegen Andrea Gastager, ehemalige Geschäftsführerin der Tourismus-Agentur Schleswig- Holstein (Tash), in Höhe von 33 600 Euro erwirkt. Gastager hat dagegen über ihren Anwalt Einspruch eingelegt. Damit kommt es jetzt zu einer mündlichen Hauptverhandlung vor dem Amtsgericht Kiel. Das teilte Manfred Schulze-Ziffer, Sprecher der Staatsanwaltschaft, auf Anfrage mit.

Gastager werde Untreue in 29 Fällen zwischen September 2014 und November 2015 vorgeworfen. Sie soll eine ihr für dienstliche Zwecke zur Verfügung gestellte Kreditkarte für Privatausgaben in Höhe von 7400 Euro genutzt haben, teilte der Sprecher weiter mit. Der Strafbefehl bezieht sich auf Vorwürfe, die Gastager in Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit bei der Tash gemacht werden. Gastager sollte die Geldstrafe in 240 Tagessätzen zu 140 Euro zahlen. Hätte sie den Strafbefehl akzeptiert, wäre ihr das Aufsehen einer öffentlichen Hauptverhandlung erspart geblieben. Ein Termin vor dem Amtsgericht ist noch nicht anberaumt. Gastagers Anwalt Hans Holtermann (Hannover) wollte sich gestern mit Verweis auf das laufende Verfahren nicht weiter äußern.

Im Kieler Wirtschaftsministerium sorgte Gastagers Einspruch für Kopfschütteln. Dort möchte man die Angelegenheit verständlicherweise möglichst geräuschlos vom Tisch haben – auch angesichts der anstehenden Nachfolgeregelung.

Angebliche Unregelmäßigkeiten während der Zeit von Gastager als Lübecker Tourismuschefin (2008– 2014) werden seitens der Staatsanwaltschaft nicht weiter verfolgt. Bereits 2010 hatte es bei der Lübeck und Travemünde Marketing (LTM) Hinweise auf hohe Forderungen „gegen einen Mitarbeiter“ gegeben. Es ging um 27 000 Euro. Erst als in Kiel ermittelt wurde, schauten sich die Wirtschaftsprüfer in Lübeck die Vorgänge genauer an. Der LTM-Aufsichtsrat ging zuletzt von einer strittigen Summe in Höhe von 60 000 Euro aus.

Gastager hat alle Außenstände zurückgezahlt, teils bar auf den Tisch gelegt. Nach Auskunft von Aufsichtsratschef Lars Rottloff will die LTM Gastager jetzt die Zinsen für die Darlehen in Rechnung stellen. LTM-Chef Christian Martin Lukas sei beauftragt, eine gütliche Einigung mit Gastager herbeizuführen. Rottloff: „Schade, dass man so auseinandergeht.“ Gastager hatte in Lübeck und Kiel erfolgreiche Arbeit geleistet.

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