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Norddeutschland Gegen Plastikmüll im Meer
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20:48 05.01.2018
Minister Robert Habeck (Grüne) betrachtet einen Dorsch, der sich in einem Stellnetz verfangen hat. Quelle: Foto: Rehder/dpa
Kiel/Hannover

Deshalb sei es richtig, Probleme auch gemeinsam anzugehen, teilten Kiels Umweltminister Robert Habeck (Grüne) und seine niedersächsische Kollegin Barbara Otte- Kinast (CDU) gestern zum Start des Projekts mit. Die beiden Minister sagen damit den meist orangefarbenen Kunststofffäden den Kampf an, die oft an den Nordseestränden angespült werden. Dabei handelt es sich um abgelöste Teile des Scheuerschutzes von Schleppnetzen. Der Scheuerschutz aus Polyethylenfäden wird europaweit eingesetzt. Er ist besonders in der Krabbenfischerei nötig, damit die Netze bei Bodenkontakt nicht an Steinen oder Muscheln aufreißen. Dabei sei es unvermeidlich, dass Fäden des Scheuerschutzes abreißen, an Stränden angespült oder von Seevögeln für den Nestbau verwendet werden, hieß es. Im schlimmsten Fall verfangen sich Seevögel darin und gehen elendig zugrunde. Bei dem Forschungsprojekt sollen Netzkonstruktionen entwickelt und getestet werden, die den Kontakt des Netzes mit dem Meeresboden verringern und damit einen Scheuerschutz überflüssig machen. „Durch die verminderte Bodenberührung der Netze würde auch der Einfluss der Fischerei auf den Meeresboden sinken“, sagt Otte-Kinast. Die Finanzierung des Projekts erfolgt aus Mitteln des Europäischen Meeres- und Fischereifonds mit einer Kofinanzierung aus Geldern der Länder Niedersachsen und Schleswig-Holstein.

Die Förderung beläuft sich auf gut 420000 Euro. Darüber hinaus bringt das Thünen-Institut für Ostseefischerei in Rostock als Projektpartner Eigenmittel ein. Die Laufzeit beträgt drei Jahre. Ergebnisse sollen 2021 vorliegen.

LN

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