Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Norddeutschland Gewitter ziehen über den Norden hinweg
Nachrichten Norddeutschland Gewitter ziehen über den Norden hinweg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:40 20.05.2017
In Neumünster überschwemmte der Starkregen Straßen. Quelle: Daniel Friedrichs/C.Leimig
Anzeige
Lübeck

Überflutete Straßen und Keller, Flug- und Bahnausfälle: Eine Gewitterfront mit Starkregen hat am Freitagabend einen Dauereinsatz der Hamburger Feuerwehr ausgelöst. „Wir hatten 118 wetterbedingte Einsätze - überwiegend wegen vollgelaufener Straßen und Keller“, berichtete ein Feuerwehrsprecher am Samstag. Zeitweise seien zusätzlich zur Berufsfeuerwehr 32 Freiwillige Feuerwehren im Einsatz gewesen. Schwerpunkt des Geschehens war demnach der Nordosten der Stadt. Verletzte oder größere Schäden gab es nach Angaben der Polizei aber nicht.

Zwei Blitzeinschläge in den Stadtteilen Kirchwerder und Billstedt lösten Schwelbrände aus, die aber rasch gelöscht wurden. Bei dem Brand in Billstedt wurden zwei Menschen leicht verletzt. Sie wurden mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gebracht. In Hamburg-Langenhorn ließen die starken Regenfälle ein Rückhaltebecken überlaufen. Das Wasser überflutete einige Kleingartenparzellen, berichtete der Feuerwehrsprecher.

Auch im benachbarten Schleswig-Holstein mussten die Wehren wetterbedingt ausrücken. In Traventhal bei Bad Segeberg wurde ein Haus durch ein Feuer zerstört. Die Feuerwehr vermutet einen Blitzeinschlag als Ursache, wie ein Sprecher am Samstag sagte. In Bad Segeberg selbst überspülte Starkregen einen Campingplatz großflächig. Zusammen mit Einsatzkräften des THW pumpten die Feuerwehrleute das Wasser ab und stapelten Sandsäcke an den gefährdeten Stellen, um weitere Überschwemmungen zu verhindern.

Am Hamburger Flughafen mussten wegen des Unwetters 15 Abflüge und 14 Ankünfte von Maschinen gestrichen werden, sagte Flughafensprecherin Stefanie Harder am Samstag. 137 Flugreisende verbrachten die Nacht auf Feldbetten im Terminal des Flughafens. „Von den gestrichenen Abflügen waren demnach rund 1500 Passagiere betroffen, die meisten seien aber wieder nach Hause gegangen oder hätten in Hotels übernachtet, sagte Harder.

Zeitweise mussten Passagiere während des Gewitters auch in gerade gelandeten Maschinen ausharren. „Wenn wir Blitzwarnungen haben, dürfen unsere Mitarbeiter nicht aufs Rollfeld und weiter abfertigen, und die Fluggäste dürfen auch nicht aussteigen. Das ist zu gefährlich“, sagte Harder.

Der U-Bahn-Verkehr in der Hansestadt war ebenfalls beeinträchtigt. Ein Blitzschlag löste eine Stellwerksstörung aus, danach wurde auf der Linie der U3 ein Ersatzverkehr zwischen den Haltestellen Barmbek und Wandsbek Gartenstadt eingerichtet, wie die Hamburger Hochbahn mitteilte. Im Gleisbereich der U2 an der Haltestelle Merkenstraße sammelte sich Regenwasser, das nur langsam wieder abfloss. Bis zum Samstagmorgen waren die Störungen aber behoben. Auf der Strecke Hamburg-Hannover schlug ein Blitz in einem Stellwerk ein, wie ein Sprecher der Bahn am Samstag sagte. Fernzüge mussten umgeleitet werden und verspäteten sich.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

27 Grad im Mai - ein Traum in dieser Woche, den viele Leser gern auch fotografiert haben. Und auch wenn sich die Temperaturen wieder etwas abkühlen: Unsere Themen bleiben "heiß".

19.05.2017

Schleswig-Holstein wird während des G20-Gipfels am 7./8. Juli in Hamburg zur Hochsicherheitszone, zeitgleich mit der ersten großen Reisewelle. An der deutsch-dänischen Grenze wird es Personenkontrollen geben, es können Einreiseverbote verhängt werden. Betroffen sind wohl auch der Fährhafen Puttgarden und der Lübecker Hafen.

18.05.2017

Initiative aller Fraktionen des Schweriner Landtages – Umsetzung bis Herbst 2019 geplant.

18.05.2017
Anzeige