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Norddeutschland Gottesbezug: Vorerst kein Bürgerbegehren
Nachrichten Norddeutschland Gottesbezug: Vorerst kein Bürgerbegehren
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21:12 23.09.2016
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Kiel

Die Volksinitiative für einen Gottesbezug will vorerst kein Bürgerbegehren starten. Das kündigte ihr Sprecher, CDU-Ex-Ministerpräsident Peter Harry Carstensen, jetzt an. Man wolle nicht, dass das Thema in den Wahlkampf zur Landtagswahl am 7. Mai hineingezogen werde, sei aber als Gruppe zusammengewachsen. „Man wird weiter mit uns rechnen müssen“, sagt Carstensen.

In der Initiative haben sich die evangelische und katholische Kirche, die islamischen Religionsgemeinden, die jüdische Gemeinde und viele Einzelpersonen zusammengetan, darunter auch Ex-SPD- Ministerpräsident Björn Engholm. Die Aufnahme einer Demuts- und Gottesformel in die Landesverfassung auf ihre Anregung hin war vor der Sommerpause nur knapp gescheitert. Es fehlte eine Stimme zur Zweidrittelmehrheit. Vor allem bei FDP, Piraten und Grünen stimmten die Abgeordneten mehrheitlich gegen die Demutsformel.

Zuvor hatten binnen weniger Monate über 42000 Bürger für die Aufnahme des Gottesbezugs in die Verfassung unterschrieben. „Wir sind stolz auf das Erreichte“, sagt Carstensen. Die Initiative sei religionsverbindend gewesen. Man habe bei vielen Gelegenheiten mit Bürgerinnen und Bürgern „über Gott und unseren Glauben diskutiert. Und wir haben sehr viel Zuspruch und Unterstützung erfahren.“

Zugleich hätten noch nie in der Geschichte des Landtags Abgeordnete so intensiv und grundsätzlich über die Rolle der Religionen im öffentlichen Leben, die Bedeutung von Werten für die Politik und die Grenzen der eigenen Vernunft debattiert. Die Initiative werde nach wie vor für das Anliegen eintreten, kündigte Carstensen an. „Wir wollen auch künftig darauf hinweisen, dass eine gemeinsame Werteformel in der Verfassung religiöse wie nicht-religiöse Menschen zusammenbringen kann.“ Und man wolle weiterhin Impulse in Politik und Gesellschaft hineintragen. Denkbar seien Themen, die das Verhältnis der Religionen zu Staat und Gesellschaft weiter beleuchten, so Carstensen.

wh

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