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Norddeutschland Grand Hotel Heiligendamm: Verkauf droht zu scheitern
Nachrichten Norddeutschland Grand Hotel Heiligendamm: Verkauf droht zu scheitern
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21:23 02.07.2013

Der Verkauf des insolventen Grand Hotels in Heiligendamm an eine Berliner Investoren-Gruppe steht weiter auf der Kippe: Noch immer haben die Käufer keinen Cent für das Luxushotel am Meer bezahlt. Bis Montag um Mitternacht hätten die Investoren eine Anzahlung in Millionen-Höhe leisten müssen — doch diese Frist ließen sie verstreichen. „Ich habe keine Anzahlung auf meinem Konto — und ich habe auch keinen Beleg, dass sie woanders hinterlegt wurde“, sagte Insolvenzverwalter Jörg Zumbaum den LN.

Gestern traf sich der Gläubiger-Ausschuss des ehemaligen G8-Hotels bereits zu einer Krisensitzung in der Nähe von Hamburg. Denn dem Käufer-Konsortium — bestehend aus der De&De Holding GmbH sowie der Palladio AG — bleiben nur noch wenige Tage, um den vollen Kaufpreis von rund 30 Millionen Euro zu zahlen. „Alle notwendigen Dokumente für den Verkauf liegen vor“, so Zumbaum. Die Stadt Bad Doberan habe der Übertragung von ErbbauFlächen an die „Neuen“ zugestimmt, auch die Gläubiger und das zuständige Insolvenz-Gericht in Aachen haben das Geschäft abgesegnet. „Der Notar wird jetzt die sogenannte Fälligkeitsbescheinigung ausstellen.“ Sobald dieses Schreiben beim Käufer vorliegt, würden — so Zumbaum — De&De und Palladio fünf Bank-Arbeitstage Zeit bleiben, um den gesamten Kaufpreis zu zahlen. Passiert das nicht — auch nicht nach einer Verzugsfrist — müsste der Kauf rückabgewickelt werden. „Dann müssten wir einen neuen Investor suchen“, sagt Zumbaum. Doch so weit sei es noch nicht.

Aktuell gibt es Streit zwischen ihm und den Käufern, ob die Anzahlung überhaupt zum 1. Juli fällig gewesen sei: „Nach meiner Auffassung ist die Gegenseite bereits in Zahlungsverzug“, so Zumbaum.

Frank Schmeichel, Sprecher der Investoren-Gruppe, hingegen sagt: „Die Fälligkeit wird als streitig angesehen.“ Ansonsten hält er sich bedeckt: „Es kann keine öffentliche Debatte über dieses Thema geben. Es gibt zwei Vertragsparteien, die unterschiedliche Auffassungen haben. Aber wir sind auf dem Weg, das zu regeln.“ Gerüchte, wonach die neuen Käufer nicht zahlen würden, will Schmeichel nicht kommentieren. Doch genau dieses Szenario bereitet den Stadtvertretern in Bad Doberan bereits Kopfzerbrechen: „Land und Insolvenzverwalter müssen dringend an einem Plan B arbeiten“, sagt SPD-Fraktionschefin Birgit Mersjann. am

LN

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