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Norddeutschland Greenpeace-Demo im Watt
Nachrichten Norddeutschland Greenpeace-Demo im Watt
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11:21 01.04.2016
Protest-Zeichen: Aktivisten stellen einen Holz-Bohrturm auf. Quelle: dpa
Mittelplate

Mit einer Protestaktion im schleswig-holsteinischen Wattenmeer haben Aktivisten der Umweltorganisation Greenpeace gegen geplante Ölbohrungen im Nationalpark demonstriert. Das Greenpeace-Schiff „Beluga II“ fuhr zu einer der geplanten Bohrstellen nahe der Förderinsel Mittelplate. Dort stellten Aktivisten im Watt zeitweise einen sechs Meter hohen Holz-Bohrturm auf — mit der Aufschrift: „Hier wird Dea nach Öl bohren“. Der vom russischen Milliardär Michail Fridman kontrollierte Förderkonzern Dea Deutsche Erdöl AG will an insgesamt vier Stellen erkunden.

„Jede Bohrung birgt ein Restrisiko eines möglichen Ölunfalls“, sagte Greenpeace-Ölexperte Jörg Feddern. Es gebe keine hundertprozentige Sicherheit. Der Nationalpark müsse vor Bohrungen geschützt werden. „Ein Ölunfall würde diese Region hier nachhaltig schädigen.“ Mit der Aktion im Wattenmeer wollte die Umweltschutzorganisation Druck auf die Umweltministerien in Schleswig-Holstein und Niedersachsen ausüben. Diese haben noch nicht über die Anträge für Bohrungen entschieden. Die beiden Ressortchefs Robert Habeck (Schleswig-Holstein) und Stefan Wenzel (Niedersachsen) könnten als Grüne seiner Ansicht nach nur eine Entscheidung treffen, nämlich „für den Nationalpark und gegen Probebohrungen“.

LN

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