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Norddeutschland Greenpeace warnt vor Umweltgiften in Textilien
Nachrichten Norddeutschland Greenpeace warnt vor Umweltgiften in Textilien
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09:51 22.11.2012
Greenpeace fordert auf, die Risiko-Chemikalien zu ersetzen. Quelle: Peng Zheng Hua
Hamburg

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat vor Umweltgiften in Textilien gewarnt. Für eine Studie ließ Greenpeace 141 Kleidungsstücke aus 29 Ländern von unabhängigen Laboren auf Nonylphenolethoxylate (NPE), Weichmacher, krebserregende Amine und weitere Schadstoffe untersuchen. „Die Grenzwerte wurden zwar nicht überschritten, aber alle Markenprodukte enthielten NPE, die zu giftigem Nonylphenol abgebaut werden“, sagte Greenpeace-Expertin Christiane Huxdorff am Dienstag in Hamburg. Die getesteten Kleidungsstücke - Jeans, Hosen, Kleider, T-Shirts und Unterwäsche - stammen von führenden Modemarken.

Nonylphenol ist nach Angaben der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) vor allem für Wasserorganismen giftig. „Bei Menschen greift es in den Hormonhaushalt ein“, sagte Jörg Feldmann, Sprecher der Bundesanstalt. „Weil es sich anreichert, ist es auf der Liste der besonders besorgniserregenden Stoffe.“

Greenpeace-Untersuchungen belegten bereits 2011, dass Textilchemikalien durch Fabrikabwässer im Herstellungsland und die Haushaltswäsche im Absatzland freigesetzt werden können. „Modemarken missbrauchen weltweit Flüsse als private Abwasserkanäle und verschmutzen so das Trinkwasser von Millionen Menschen“, meinte die Chemie-Expertin Huxdorff.

Mit der Kampagne Detox fordert die Organisation Textilhersteller auf, Risiko-Chemikalien durch umweltfreundliche Alternativen zu ersetzen.

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