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Norddeutschland Grüne: Jeremies Flucht ist Problemfall für Hamburger Jugendamt
Nachrichten Norddeutschland Grüne: Jeremies Flucht ist Problemfall für Hamburger Jugendamt
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17:46 23.11.2012
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Hamburg

In der Flucht des elfjährigen Ausreißers Jeremie von Mecklenburg-Vorpommern nach Hamburg sehen die Grünen einen neuen Problemfall für das Jugendamt Mitte der Hansestadt. Mit einer Kleinen Anfrage will die Bürgerschaftsfraktion „die ungewöhnlichen Umstände der Unterbringung und die Verantwortung des Jugendamts“ klären, heißt es in einer Mitteilung vom Donnerstag. Der Elfjährige, der in Lübtheen in Westmecklenburg bei einem Zirkus untergebracht war, soll gut 100 Kilometer mit einem Kleinlaster nach Hamburg gefahren sein. Die Polizei suchte am Donnerstag noch nach dem Jungen.

Die kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Christiane Blömeke, erklärte: „Erlebnispädagogik ist zwar ein wichtiger Baustein des Jugendhilfeangebotes, aber die Unterbringung eines elfjährigen Kindes in einem Wanderzirkus muss schon sehr gut begründet sein. Gerade, wenn ein Jugendamt ein Kind an einen Träger außerhalb Hamburgs übergibt, erwarte ich, dass die Kontrolle der Hilfemaßnahme besonders engmaschig ist.“ Sie habe starke Zweifel, dass das Jugendamt Hamburg-Mitte seine Obhuts- und Kontrollpflicht ausreichend ausgeübt habe.

Der Bezirk Hamburg-Mitte war bereits unter anderem wegen des Tods des elfjährigen Mädchens Chantal unter Druck geraten. Chantal war Mitte Januar in der Obhut ihrer drogensüchtigen Pflegeeltern an einer Überdosis des Heroin-Ersatzstoffs Methadon gestorben. Das Mädchen stand dabei unter der Aufsicht des Jugendamts Hamburg-Mitte; sowohl die Jugendamtsleiterin als auch Bezirksamtsleiter Markus Schreiber (SPD) verloren daher ihre Jobs.

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