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Norddeutschland Grüne ziehen mit Spitzenkandidatin in die Landtagswahl 2017
Nachrichten Norddeutschland Grüne ziehen mit Spitzenkandidatin in die Landtagswahl 2017
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15:15 24.04.2016
Der Bundestagsabgeordnete der Grünen, Konstantin von Notz (l), spricht am 24.04.2016 auf dem Landesparteitag von Bündnis 90 / Die Grünen in Neumünster (Schleswig-Holstein) mit Umwelt- und Landwirtschaftsminister Robert Habeck (Bündnis90/Die Grünen). Habeck strebt die Spitzenkandidatur der Grünen für die Bundestagswahl im nächsten Jahr an. Quelle: Carsten Rehder/dpa
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Neumünster

Schleswig-Holsteins Grüne ziehen voraussichtlich mit Finanzministerin Monika Heinold als Spitzenkandidatin in die Landtagswahl 2017. Ein Landesparteitag beschloss nach heftigen Kontroversen am Sonntag in Neumünster, nicht mit einer Doppelspitze, sondern mit einer einzigen Spitzenkandidatin anzutreten. Der Landesvorstand will diese im November nominieren. Offiziell gibt es noch keine Kandidatin, aber es gilt als sicher, dass Heinold dies werden wird.

Der Landesvorstand hatte die Struktur mit einer einzigen Kandidatin vorgeschlagen. Dagegen betonten Kritiker, eine Doppelspitze sei ein Markenzeichen der Grünen und stehe für deren Vielfalt. Dagegen warb die Landesvorsitzende Ruth Kastner für eine Spitzenkandidatur, weil sie nach Erkenntnissen von Wahlforschern eine effektivere Wahlkampagne ermögliche. Bei der Landtagswahl 2012 hatten die Grünen als Ausnahme Habeck als einzigen Spitzenkandidaten nominiert und mit 13,2 Prozent ein gutes Ergebnis erreicht.

Heinold, die als Favoritin für Listenplatz Nummer eins gilt, sagte, sie sei für nur eine Spitzenkandidatin. Dagegen warb Rasmus Andresen, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und finanzpolitischer Sprecher der Landtagspartei, für eine Doppelspitze. Heinold betonte, erst müsse über die Struktur, dann über das Wahlprogramm und schließlich das Personal entschieden werden. Über einen überraschend gestellten Antrag des früheren Landtagsfraktionsvorsitzenden Karl-Martin Hentschel, Heinold bereits als Spitzenkandidatin zu nominieren, wollte die Mehrheit der Delegierten nicht abstimmen.

Wegen offensichtlicher Unklarheiten über das Abstimmungsprozedere wurde die Wahl über eine Doppelspitze oder eine Spitzenkandidatin wiederholt. In der geheimen Wahl war zunächst gleich über zwei Anträge abgestimmt worden. Dies hätten einige Delegierte offensichtlich nicht richtig verstanden hätten, hieß es.

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