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Norddeutschland Gute Vorsätze – und was daraus wurde
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20:13 23.01.2017
Bérengère Le Boulair (29) hat sich vorgenommen, drei Capricen von Paganini zu üben. Quelle: Fotos: Lutz Roessler
Lübeck

Eigentlich wollte Sabine Oepping (67) mehr Sport machen. Und abnehmen. Früher. „Hat nie geklappt“, erinnert sich die Seniorin. Inzwischen hat sie es aufgegeben, sich zu Neujahr etwas Bestimmtes in dieser Richtung vorzunehmen. „Ich lass’ es lieber.“

Fast jeder nimmt sich für das neue Jahr etwas vor – Die LN fragten, ob es bislang geklappt hat.

Große Pläne hat dagegen Jan-Hendrik Neitzel (24). Der Kaufmann ist begeisterter Mountain-Biker. „Dieses Jahr möchte ich mit meinem Fahrrad in den Harz oder in die Alpen. Und dort mache ich Tagestouren mit dem Mountainbike.“ Zum Üben hat er wenig Zeit. Doch sein schnelles Gelände-Rad mit 30 Gängen, das nur zwölf Kilo wiegt, fährt sich gut. „Für unebenes Gelände habe ich eine Vorderradgabel mit Öl-Luft-Federung. Wenn es eine gute Straße ist, kann ich die Federung auf starr schalten.“ Er betätigt einen Hebel am Lenkrad. „Geht ganz schnell.“

Tolle Pläne für die Freizeit – da wäre Harald Maiers (33), der einen Teeladen in der Innenstadt hat, von der Sache her dabei. Sein Vorsatz: „Ich wollte dieses Jahr mehr Zeit für Privates haben“, sagt er. „Aber bisher nimmt mich die Arbeit zu sehr in Anspruch.“ Er zuckt die Achseln. „Es hat noch nicht geklappt. Aber das Jahr ist ja noch lang.“

Weil das Jahr noch lang ist, hat sich auch Irene Wenske-Kuchenbrand (56, Bürokauffrau) zu Neujahr diesmal gar nichts vorgenommen. „Gute Vorsätze kann man auch zwischendurch haben“, findet sie. Zu großen Veränderungen sehe sie keinen Anlass. „Mein Leben ist okay für mich.“

„Es muss ja nicht immer zum Stichtag 1. Januar sein“, stimmt Kathrin Basow (40) zu. Habe man keine guten Vorsätze, erspare man sich die Enttäuschung, wenn es nicht klappt.

Der Alltag ist hart – der Beruf fordert viel. „Weitermachen wie bisher, so lange der Rücken hält“, hat sich deshalb Christian Jaeger (50), Hausmeister in der Lübecker Musikschule, vorgenommen. Und das ist gewiss nicht wenig.

Wenn er wüsste, dass die Violinistin und Geigenlehrerin Bérengère Le Boulair (29) gerade für gestresste Zeitgenossen eine prima Idee hat: Sie will Kurse für Entspannung und Meditation anbieten, dabei Tipps geben, wie man mehr auf seine Gesundheit achten kann. „Mehr Zeit für mich selber haben“, das sei ein Wunsch, der sie selbst und viele andere bewege. Sie entspannt sich am liebsten beim Geigenspiel. „Für dieses Jahr habe ich mir drei Paganini-Capricen vorgenommen. Und eine Chaconne von Bach.“ Musik zum Träumen. Am 25. Februar um 19 Uhr gibt die aus Frankreich stammende Violinistin ein Konzert in der Lübecker Kultur-Rösterei.

Marcus Stöcklin

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