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Habeck rät: Haus besser versichern

Klimawandel Habeck rät: Haus besser versichern

Vielen Hausbesitzern ist das Risiko gar nicht bewusst: Ohne eine Elementarschädenversicherung können sie bei Naturgefahren wie Starkregen oder Hochwasser auf den Kosten sitzenbleiben – jetzt startet auch im Norden eine Info-Kampagne.

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Bei der Elbeflut 2013 zahlten Versicherungen insgesamt 1,8 Milliarden Euro.

Quelle: Foto: Dpa

Kiel. Wegen der zunehmenden Unwetter wie Starkregen sollten Hausbesitzer auch in Schleswig-Holstein ihre Immobilien besser schützen und entsprechend versichern. Dazu riefen Umweltminister Robert Habeck (Grüne) und Verbraucherschutzministerin Sabine Sütterlin- Waack gestern auf und starteten mit dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) die Informationskampagne „Naturgefahren – der echte Norden sorgt vor!“.

In Schleswig-Holstein sind laut GDV nur 21 Prozent der Gebäude gegen Naturgefahren versichert, bundesweit sind es 40 Prozent. Eine Elementarschädenversicherung deckt Schäden durch Hochwasser, Überschwemmung/Starkregen, Erdbeben, Erdsenkung, Schneedruck und Lawinen/Erdrutsch ab. Eine Wohngebäudeversicherung ersetzt Schäden durch Sturm, Feuer, Blitzschlag, Hagel und Leitungswasser, erläuterte Bernhard Gause von der GDV-Geschäftsführung.

Eine Elementarschädenversicherung sei neben baulichen Schutzmaßnahmen – etwa eine Rückstausicherung im Abwasserrohr – sinnvoll, betonten auch die Politiker. Habeck verwies auf einen Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz, wonach nur noch derjenige mit staatlicher Unterstützung über Soforthilfen rechnen kann, der sich erfolglos um eine Versicherung bemüht habe oder dem diese nur zu wirtschaftlich unzumutbaren Bedingungen angeboten worden sei.

In Schleswig-Holstein sei fast jedes Gebäude gegen Naturgefahren versicherbar, betonte Gause. Die Gebäude seien – je nach Standort – in 4 Zonen klassifiziert. Mehr als 90 Prozent von 857 000 Gebäuden seien in Zone 1, Gebieten mit dem niedrigsten Naturgefahren-Risiko, eingestuft. Eine Elementarschädenversicherung koste dann um die 100 Euro im Jahr. Nur zwei Prozent der Gebäude seien in der Zone 4 mit den größten Risiken, dort könne eine Versicherungsprämie 600 bis 900 Euro betragen.

LN

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