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Norddeutschland Hält EC nicht mehr in Schleswig-Holstein?
Nachrichten Norddeutschland Hält EC nicht mehr in Schleswig-Holstein?
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19:30 14.03.2019
Ein EC der Dänischen Staatsbahn von Hamburg nach Kopenhagen im Lübecker Bahnhof. Ab Dezember fährt der Zug über Flensburg in die dänische Hauptstadt Quelle: C. Silz
Lübeck

Wird Schleswig-Holstein künftig zum Transitland? Die Angst davor ist bei vielen Bürgern groß. Schon seit zwei Wochen steht fest: Alle EC-Verbindungen zwischen Hamburg und Kopenhagen werden ab Dezember 2019 über das dänische Padborg umgeleitet (LN berichteten). Lübeck und Puttgarden liegen dann nicht mehr wie bisher auf der Strecke.

Strecke stark frequentiert

Nach Angaben des Nord-Bundestagsabgeordneten Konstantin von Notz (Bündnis 90/ Die Grünen) soll es aber auch auf der Ausweichstrecke über Neumünster, Rendsburg und Flensburg keine Haltepunkte mehr in Schleswig-Holstein geben. Von Notz bezieht sich auf einen Bericht der „Landeszeitung“, wonach die Züge nicht einmal mehr in Flensburg Halt machen, und sieht darin eine „Katastrophe“. Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis hatte die Entscheidung gegenüber der Zeitung damit begründet, dass die Strecke zwischen Hamburg und Flensburg so stark frequentiert sei, dass ein Halt nicht realisiert werden könne.

Bahn: Abstimmungen laufen

Gegenüber den LN relativierte der Bahnsprecher seine Aussage. Auf Nachfrage, ob es stimme, dass es auf der neuen Strecke ab Dezember 2019 keine Haltepunkte in Schleswig-Holstein mehr geben wird, antwortete Meyer-Lovis mit „nein“. Auf die Frage, welche genauen Halte vorgesehen seien, erwiderte er: „Hier laufen derzeit die Abstimmungen mit den Partnern, sodass wir erst nach Abschluss der Gespräche finale Aussagen treffen können.“

Pendler sehen in die Röhre“

Grünen-Politiker Konstantin von Notz kritisiert: „Reisende, die beispielsweise berufsbedingt von Flensburg nach Kopenhagen pendeln müssen, sehen in die Röhre.“ Die Ursache liege in der fehlerhaften Planung der Fehmarnbelt-Querung. Sie sei ein Hochrisikoprojekt, von dem –wenn überhaupt – nur die Metropolen Hamburg und Kopenhagen profitieren würden. „Das Land Schleswig-Holstein und seine Bürger sind die großen Verlierer“, sagt von Notz.

Rabea Osol

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