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Bad Schwartau Hallo, wir sind die iPad-Klasse!

Digitales Lernen in Gemeinschaftsschule in Bad Schwartau: Tablets gehören zum Unterricht.

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In der 5a der Elisabeth-Selbert-Gemeinschaftsschule gehören iPads fest zum Unterricht. Klassenlehrerin Annika Nickel (28) schaut Maya (11) über die Schulter.

Quelle: Fotos: Wolfgang Maxwitat

Bad Schwartau. Rechenaufgaben lösen, das Textverständnis prüfen, Präsentationen erstellen – alles das geht wunderbar auf dem Tablet. Die Schüler der 5a der Elisabeth-Selbert-Schule in Bad Schwartau sind mit Feuereifer dabei, wenn im Unterricht das iPad eingesetzt wird. Sie sind eine der noch seltenen iPad-Klassen im Norden. „Die Schüler sind total begeistert“, berichtet Schulleiter Torsten Hardt nach den ersten Wochen. Man müsse eher aufpassen, dass das iPad vernünftig und effektiv genutzt werde.

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Digitales Lernen in Gemeinschaftsschule in Bad Schwartau: Tablets gehören zum Unterricht.

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Auch die Lehrer sind angetan vom digitalen Lernen. „Es ist jetzt einfacher zu differenzieren“, sagt Annika Nickel, Klassenlehrerin der 5a. Jeder könne auf seinem Niveau arbeiten. Ihrer ersten Einschätzung nach kurbelt das Tablet zudem die Motivation der Schüler an. Viele würden am Nachmittag gern etwa Matheaufgaben üben – gelte es doch, einen Highscore zu knacken. In einer anderen Klasse hätten viele zum Thema New York auf den Originalseiten im Internet recherchiert – also auf Englisch, erzählt Koordinatorin Stephanie Thieß. „Das ist schon beeindruckend.“ Die Konzentrationsfähigkeit auf den Lerngegenstand habe sich deutlich gesteigert, berichtet Hardt.

Am Mittwoch hatte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) angekündigt, die Bundesländer beim Ausbau digitaler Klassenzimmer finanziell zu unterstützen. Die Gemeinschaftsschule in Bad Schwartau ist eine von 20 Modellschulen für das digitale Lernen in Schleswig-Holstein. Nach den Sommerferien war dort eine von vier fünften Klassen als iPad-Klasse gestartet. Dazu müssen die Geräte privat angeschafft werden. „Die Eltern hatten die Wahl“, sagt Hardt. Das Angebot sei positiv angenommen worden. Derzeit werde geprüft, wie auch Kinder, deren Familien das Geld für solch ein Gerät nicht ausgeben könnten oder wollten, einbezogen werden könnten. Schließlich wolle man keine Zwei-Klassen-Gesellschaft an der Schule schaffen.

Neben der iPad-Klasse, bei der die eigenen Geräte von zu Hause mitgebracht werden, ist die Schule auch im Besitz von drei iPad-Koffern. Sie beinhalten jeweils 26 Tabletcomputer, die von den Lehrern für ihre Klasse gebucht werden können. „Das bringt enorme Möglichkeiten für den Unterricht“, so der Schulleiter. Es gebe viele Lern-Apps mit einem super Angebot für viele Fächer. Zudem seien auch viele Schulbücher inzwischen digital verfügbar.

Zum Konzept der Schule gehören auch interaktive Tafeln, sogenannte Whiteboards, auf denen Tablet-Inhalte sichtbar gemacht werden können. Lehrer können Aufgaben, Tabellen oder Bilder an die Wand projizieren. „Damit stößt man aber schnell an Grenzen, wenn die Schüler nicht ähnlich ausgestattet sind. Sie schauen nur zu.“

Jetzt fehlt nur noch drahtloses Internet. „Wir brauchen stabiles WLan, um die Geräte problemlos nutzen zu können“, sagt der Schulleiter. Der Bildungsausschuss der Stadt hat bereits zugestimmt. Jeder mittelständische Betrieb sei besser angeschlossen als die Schulen im Land, ergänzt Stephanie Thieß. „Die digitalen Medien sind Grundvoraussetzung für die Arbeitswelt“, so Hardt. Darauf müssten die Schüler vorbereitet werden.

20 Modellschulen

Das Projekt „Lernen mit digitalen Medien“ ist 2015 an den Start gegangen. Aus mehr als 100 Bewerbungen wurden 20 Modellschulen ausgewählt, die innovative Konzepte zum Einsatz von digitalen Medien im Unterricht entwickelt haben. Diese sollen weiter gefördert werden. Dafür stehen in Schleswig-Holstein 300 000 Euro zur Verfügung. Das Projekt geht in diesem Herbst in die zweite Runde. Dafür werden 500 000 Euro bereitgestellt.

Julia Paulat

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