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Norddeutschland Schüsse auf St. Pauli: Attentat auf Hells-Angels-Chef?
Nachrichten Norddeutschland Schüsse auf St. Pauli: Attentat auf Hells-Angels-Chef?
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12:16 27.08.2018
Am Millerntorplatz ist ein Mann von Kugeln getroffen worden, als er mit seinem Wagen an einer roten Ampel am Millerntorplatz hielt. Quelle: Mücahid Güler/dpa
Hamburg

Ein Hamburger Rockerboss ist in der Nacht zum Montag auf St. Pauli in einem Bentley angeschossen und schwer verletzt worden. Der 38-Jährige sei notoperiert worden, sagte ein Polizeisprecher. Der genaue Zustand des Mannes war nicht bekannt. Nach Medienberichten soll es sich bei dem Verletzten um den Hamburger Boss der Hells Angels handeln.

Nach ersten Erkenntnissen hielt der 38-Jährige kurz vor Mitternacht mit dem weißen Bentley an einer Ampel vor dem Millerntorplatz an der Reeperbahn, als einer oder mehrere Täter aus einem anderen Fahrzeug heraus auf ihn schossen. Er sei von mehreren Schüssen getroffen worden, sagte der Polizeisprecher. Der Fahrer sackte schwer verletzt zusammen und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Der 38-Jährige habe allein in seinem Auto gesessen. +

Die Soko „Rocker“ ermittelt

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Der oder die Täter konnten flüchten. Die Polizei fahndete zunächst erfolglos nach ihnen. Die Hintergründe der Tat waren noch unklar. Die Ermittlungen führe die Abteilung für Milieukriminalität im Landeskriminalamt, zu der auch die Soko Rocker gehört. Die Polizei vernahm mehrere mögliche Zeugen. Kriminalisten sicherten am Tatort Spuren. Auf Fotos war der Luxuswagen mit geöffneter Fahrertür zu sehen. Blutspuren bedeckten den unteren Türrahmen.

Erst am 10. Juli hatte die Soko Rocker sechs Wohnungen in Hamburg und Niedersachsen durchsucht und vier Männer vorübergehend festgenommen. Die Beamten stellten Munition, Testosteron, und rund 50 000 Euro sicher. Es werde wegen gemeinschaftlichen Handels mit Betäubungsmitteln gegen einen 24- und einen 29-Jährigen ermittelt, hieß es damals. Der 29-Jährige sei Mitglied der Hells Angels, der 24-Jährige stehe dieser Gruppierung nahe. Die Ermittler würden auch mögliche Zusammenhänge mit dem jüngsten Vorfall prüfen, sagte der Polizeisprecher.

Von lni/kha/RND

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