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Norddeutschland Hamburg lädt zum großen „Hossa“
Nachrichten Norddeutschland Hamburg lädt zum großen „Hossa“
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21:17 12.07.2018
Bis zu 500 000 Fans werden am Sonnabend wieder beim Schlagermove in Hamburg erwartet. Quelle: Foto: Georg Wendt/dpa
Hamburg

„Karamba, Karacho, ein Brusthaartoupet" heißt es am Sonnabend wieder, wenn Hamburg zum 22. Schlagermove lädt. Einst von Initiator Flank Klingner als spontane Idee unter Freunden mit den Eckwerten Liebe, Toleranz, Spaß und Gemeinschaft erdacht, hat sich der Schlagermove längst zur größten rollenden Partyveranstaltung Deutschlands entwickelt– kleinere Ableger in anderen Städten inklusive. Ab 15 Uhr setzen sich am Heiligengeistfeld 46 Trucks in Bewegung, geschmückt mit Vinylplatten, Ballons und Bildern seliger ZDF-Hitparadenstars. Vereine und Gruppen wie der Bergedorfer Schlageranfall, der Fahrende Musikanten Partytruck oder der Prilblumen-Partytruck sorgen für gute Laune.

Die 3,3 Kilometer lange Runde führt die Karawane vorbei an den Landungsbrücken, entlang der Elbe und zurück über die Reeperbahn. Insgesamt 570 000 Watt beträgt die Gesamtmusikleistung der Boxen, aus denen ein Schlagergemisch von „Fiesta Mexicana“ über das „Lied der Schlümpfe“ bis zum „Knallroten Gummiboot“ ertönt. Wie in jedem Jahr haben sich auf den Trucks wieder diverse prominente Gäste angekündigt, die am Abend auch auf bei den Konzerten des Aftermoves zu hören sind. Mit dabei sein wollen Urgesteine des Genres wie das Stimmungsduo Klaus und Klaus, der gebürtige Kroate Bata Illic (78, „Lass mich der Knopf an deiner Bluse sein") und Bernhard Brink („Frei und abgebrannt"). Erstmals mit von der Partie ist „Jacob-Sister“ Eva. Die 74-Jährige hat inzwischen mutmaßlich die Trauer um den im Dezember gestorbenen letzten „Jacob-Sister“-Pudel „Alexa“überwunden und soll ebenso für gute Laune sorgen wie Dschungelkönig Ross Anthony.

Bis zu 500 000 Fans säumen die Straßen und verwandeln den Kiez in ein knallbuntes Inferno der Modesünden. Am Abend geht der „Karneval des Nordens“ von 18.30 bis 1 Uhr in fünf Zelten auf dem Partyareal auf dem Heiligengeistfeld weiter.

Gänzlich unumstritten ist die kultige Massenveranstaltung indes nicht. In den letzten Jahren beschwerten sich verstärkt Anwohner über das Gebaren der oft erheblich alkoholisierten Besucher. Eine erstmals eingerichtete Hotline soll als Ventil für den Ärger der „Hossa-Skeptiker“ dienen.

Infos: www.schlagermove.de

Alexander Bã¶sch

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