Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Norddeutschland Hamburg richtet G20-Gipfel im Jahr 2017 aus
Nachrichten Norddeutschland Hamburg richtet G20-Gipfel im Jahr 2017 aus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:15 13.02.2016
Olaf Scholz (SPD) Quelle: dpa

Die Hansestadt Hamburg wird 2017 Gastgeberin des G20-Gipfels, bei dem sich die höchsten Vertreter der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer treffen. „Es wird eine besondere Ehre für uns sein, so viele Staats- und Regierungschefs in unserer Stadt begrüßen zu können“, sagte gestern Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz (SPD).

„Das ist die wohl größte und vor allem aufwendigste Veranstaltung, die Hamburg je erlebt hat“, erklärte Senatssprecher Jörg Schmoll. Weit mehr als 10000 Gäste werden erwartet. Manche Delegationen reisten mit 1000 Personen an. „Außerdem rechnen wir mit 2000 bis 3000 Journalisten“, sagte er. Dazu kommt eine große Zahl von Sicherheitskräften.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte die Nachricht am Freitagabend beim traditionellen Matthiae-Mahl im Hamburger Rathaus bekanntgegeben. Sie erlaube sich anzukündigen, „dass Hamburg Gastgeberstadt sein wird für das 2017 in Deutschland stattfindende G20-Treffen“, sagte Merkel — und fügte an: „Ich glaube, das trifft sich gut mit der Weltoffenheit Hamburgs.“

Ein Termin für das hochkarätig besetzte Polit-Treffen, zu dem auch der neue US-Präsident erwartet wird, wurde nicht genannt; möglich wäre der Juli 2017. Als Veranstaltungsort sind die Hamburger Messehallen vorgesehen, wo im Dezember dieses Jahres bereits das Treffen der Außenminister der OSZE geplant ist.

„Das wird sehr, sehr schwierig werden“, sagte gestern Manfred Börner, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei in Schleswig-Holstein. Er habe keine Vorstellung, wie das geleistet werden solle — „mit dem Bestand, den wir bisher haben“. Der Stundenausgleich für den G7-Gipfel im April 2015 in Lübeck sei für viele Kollegen bis heute noch nicht erledigt. Damals waren 3500 Polizisten aus acht Bundesländern in Einsatz. Die Sicherungsmaßnahmen wurden mit 4,6 Millionen Euro beziffert.

Christoph Kleine, der den Protest gegen den G7-Gipfel in Lübeck angeführt hatte, kritisierte derartige „Repräsentationstreffen“ als „aus der Zeit gefallen“. „Wenn es in Hamburg Aktionen gegen das Treffen gibt, werden wir sicher hinfahren“, kündigte er an. Kleine rechnet mit mehreren Hundert Unterstützern aus Lübeck.

2017 übernimmt Deutschland die G20-Präsidentschaft. Die jährlichen Gipfel sind das weltweit wichtigste Treffen von Staats- und Regierungschefs. Vertreten sind 19 Industrie- und Schwellenländer sowie die EU. Deutschland wird nach 1999 und 2004 zum dritten Mal ein solches Spitzentreffen ausrichten. 2015 waren 13000 Teilnehmer und 3000 Journalisten in Antalya zusammengekommen. Julia Paulat

LN

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Für Linedance lassen die „Black Eagles“ aus Lübeck alles stehen und liegen — Trainiert wird in Moisling.

14.02.2016

Stefan Jansen benötigt eine Organspende – Der 62-Jährige ist einer von 430 Patienten in Schleswig-Holstein.

14.02.2016

Rocker von Hells Angels und Bandidos sind in Schleswig-Holstein wieder auf dem Vormarsch. Nachdem es so ausgesehen hatte, als sei die Macht der Motorradclubs gebrochen, treten ihre Mitglieder jetzt wieder offensiv in der Öffentlichkeit auf. Das LKA ist alarmiert.

Anzeige