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Norddeutschland Hamburger Feuerwehr erklärt den Ausnahmezustand
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00:12 08.06.2016

Die Hamburger Feuerwehr hat gestern Abend wegen eines schweren Unwetters mit einer Windhose im Osten der Stadt den Ausnahmezustand erklärt. „Bei zwei Hochhäusern drohen die Dächer abzustürzen“, sagte ein Feuerwehrsprecher. „Es gibt unzählige abgedeckte Dächer und vollgelaufene Keller, mehr als 1000 Feuerwehrleute und das Technische Hilfswerk sind im Einsatz.“

Angaben über Verletzte gab es zunächst keine.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr waren den Angaben des Sprechers nach bis zum frühen Abend bereits zu mehr als 200 Einsätzen ausgerückt. „Mehr als die Hälfte aller in Hamburg verfügbaren Feuerwehrkräfte ist derzeit im Einsatz, damit gilt der Ausnahmezustand“, sagte er. Darüber hinaus warteten mindestens 200 weitere noch unbearbeitete Not- und Hilferufe auf die Hilfskräfte.

Mithilfe eines Helikopters der Bundespolizei versuchte die Feuerwehr am Abend, sich ein Gesamtbild von der Lage zu machen. „Es gibt zahlreiche Blitzeinschläge“, sagte der Sprecher. Viele umgestürzte Bäume blockierten Straßen.

Ob es sich bei einer über den Stadtteilen Bramfeld und Wandsbek gesichteten Trichterwolke um einen Tornado handelte, war zunächst unklar. „Von der Wetterlage her ist es aber möglich“, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD).

Im Stadtteil Rahlstedt fing laut Feuerwehr-Angaben ein Dachstuhl nach einem Blitzeinschlag Feuer, in Sasel wurde eine Straße überschwemmt. In Farmsen stürzte ein Baum auf ein Auto. Auch der Stadtteil Bramfeld war nach Angaben eines Polizeisprechers stark betroffen.

Der DWD gab eine Unwetterwarnung vor extrem starken Gewittern, Starkregen und Hagel heraus. Satellitenbildern zufolge seien örtlich teils mehr als 50 Liter Regen pro Quadratmeter niedergegangen.

LN

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