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Norddeutschland Hamburgs Polizei rüstet sich für den Anti-Terror-Kampf
Nachrichten Norddeutschland Hamburgs Polizei rüstet sich für den Anti-Terror-Kampf
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22:43 14.11.2016
Die Hamburger Polizei stellte am Montag unter anderem den neuen Panzerwagen "Survivor" vor, der im Anti-Terror-Kampf zum Einsatz kommen soll. Quelle: dpa
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Hamburg

Mitte Juli wurde bekannt, dass die Hamburger Innenbehörde rund 280 neue Sturmgewehre und Maschinenpistolen für die Polizei anschaffen will. Außerdem kommen neue Schutzwesten und -helme sowie ein spezielles Einsatzfahrzeug namens „Survivor“ dazu. Damit stelle man sich auf die Bedrohungslage in Europa und Deutschland ein, hieß es bei der Vorstellung der neuen Ausrüstung durch Polizeipräsident Ralf Martin Meyer und Innensenator Andy Grote (SPD) am Montag.

Neben neuen Schutzwesten gehören jetzt auch Sturmgewehre zur Ausrüstung der Hamburger Polizei. Quelle: dpa

Rund 4,5 Millionen Euro investiert die Hansestadt in die neue Ausrüstung. Darunter sind unter anderem Schutzwesten, die auch dem Beschuss etwa einer Kalaschnikow standhalten sollen, Sturmgewehre und ein gepanzertes Fahrzeug, in dem Polizeikräfte etwa bei Terror- oder Amoklagen sicher vor Beschuss zum Einsatzort gebracht werden können. Der „Survivor“ des österreichischen Herstellers Achleitner hat laut Produktblatt 245 PS und schafft knapp 110 Stundenkilometer. Er wiegt bis zu 12,5 Tonnen und hält Gewehrbeschuss, Minen und Sprengsätzen stand. Außerdem verfügt das Fahrzeug des Spezialeinsatzkommandos über Schießscharten.

Hintergrund der Investition ist nach früheren Angaben einer Sprecherin der Innenbehörde nicht nur das Alter des Waffenarsenals, sondern auch ein neues Anti-Terror-Konzept. Dieses war wegen der anhaltenden Terrorgefahr erarbeitet worden. Sturmgewehre gehören zur Standardausrüstung von Soldaten. Bei der Polizei kommen sie höchstens bei Spezialkommandos zum Einsatz.

Im September war die Hamburger Polizei unter anderem an der Verhaftung von drei mutmaßlichen Mitgliedern der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Schleswig-Holstein beteiligt. Ende Oktober gab es zudem auch in Hamburg Anti-Terror-Einsätze.

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