Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Norddeutschland Heiße Debatte: Private Silvester-Böllerei verbieten?
Nachrichten Norddeutschland Heiße Debatte: Private Silvester-Böllerei verbieten?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:10 03.01.2018
Lübeck

So schreibt zum Beispiel Iris Weinert aus Neustadt in Holstein: „Endlich wird auch mal öffentlich darüber geredet und diskutiert, über das Verbot von Böllern und Raketen! Ich würde sofort unterschreiben, wenn es denn endlich solch ein Verbot oder zumindest eine Einschränkung dafür gibt. Ich knalle zwar auch gerne, aber auch mich nerven diese ewigen Knallereien lange vor Mitternacht.“

Und Frau Weinert ärgert sich noch über „solch hirnlose Zeitgenossen, die es geil und cool finden, Tiere und Menschen mit Feuerwerk zu bewerfen“. Auch Rolf Sintram aus Lübeck meint: „Selbst ein ,Feierbiest‘ muss begreifen, dass es kein Grundrecht gibt, Passanten oder Einsatzkräfte mutwillig mit Pyrotechnik zu verletzen und aus Jux so viel Feinstaub zu produzieren, wie der Straßenverkehr in zwei Monaten verursacht.“ Und die Leserin Sylvia Schmidt-Hahn aus Grube ärgert sich vor allem über jene, die Feuerwerk lange vor der Silvesternacht abbrennen und andere Personen gefährden. Sie wünscht sich Gesetze, „die den Einsatzkräften mehr Rechte geben, sich gegen widerrechtlich handelnde Personen zur Wehr zu setzen. Das Verbieten von privat stattfindenden Feuerwerken sollte der letzte Schritt sein, wenn die Appelle an die Vernunft der Menschen zu nichts führen sollten.“

Auf der Facebook-Seite von LN Online plädiert die Userin Liana Slawinski für ein komplettes Verbot der privaten Feuerwerke und für professionelle Feuerwerke der Städte und Gemeinden im Gegenzug.

„Dann hätte man weniger Müll, kein Geballer vor und nach Silvester, keine Unfälle mit Böllern mehr – und trotzdem hätten alle was zu gucken.“ Die Userin „Mäuschen Jenny Sick“ meint dagegen:

„Silvester gehört nun mal dazu. Das ist ja auch eine Tradition, dass man mit dem Feuerwerk und Geböller die ,bösen‘ Geister von sich fern hält. Sich über etwas aufzuregen, das nur ein Mal im Jahr ist, ist wirklich übertrieben.“ Und der User „Fabi Di“ meint: „Silvester ohne Feuerwerk daheim ist wie Grillen ohne Fleisch – geht gar nicht.“

In unserer Umfrage auf der Webseite von LN Online war gestern Abend die Haltung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer recht deutlich: 55 Prozent stimmten für ein Böller-Verbot für Privatleute und stattdessen ein organisiertes großes Feuerwerk. 38 Prozent klickten auf „Nein – ich möchte an Silvester böllern, wie es mir passt“, und 7 Prozent sagten, sie hätten mit Silvester gar nichts am Hut.

Wenn Sie auch abstimmen wollen: www.LN-online.de/Boeller

LN

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die vor rund einem Jahr vom Schuldienst suspendierte Mutter von „Dschungelcamp“-Teilnehmerin Nathalie Volk soll wieder unterrichten. Nach den Weihnachtsferien soll sie als Lehrerin im Heidekreis arbeiten, sagte gestern eine Sprecherin der Landesschulbehörde in Lüneburg.

03.01.2018

Noch bis morgen übt Ministerpräsident Daniel Günther das Amt des Bundespräsidenten aus. Der CDU-Politiker vertritt Frank-Walter Steinmeier (SPD), der im Urlaub weilt. Für Günther ist es die ideale Übung. Ab November ist er als Bundesratspräsident ein ganzes Jahr lang Vertreter des Staatsoberhaupts.

03.01.2018

Eine 57-Jährige wurde an Neujahr Opfer einer schweren Körperverletzung. Gegen 1.10 Uhr soll ihr ein Mann in Sereetz heftig ins Gesicht geschlagen haben. Der Sohn des Opfers machte den Vorfall im Netz öffentlich und rief zur privaten Fahndung auf. Der erteilt die Polizei eine deutliche Absage: Im Rechtsstaat ermittle ausschließlich die Polizei. Mittlerweile gibt es eine Beschreibung des Verdächtigen.

03.01.2018