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Norddeutschland Heiße Phase des Bundestags-Wahlkampfs beginnt
Nachrichten Norddeutschland Heiße Phase des Bundestags-Wahlkampfs beginnt
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20:37 23.08.2017
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Kiel

. Die bevorstehende Bundestagswahl führt in den kommenden Wochen viel Polit-Prominenz nach Schleswig-Holstein. M ehrfach ist Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Norden, auch ihr SPD- Herausforderer Martin Schulz kommt. Trotz der jüngsten Umfragen gibt sich die SPD optimistisch.

„Wir wollen mit einem starken Ergebnis dazu beitragen, dass Martin Schulz Bundeskanzler wird“, sagt SPD-Landeschef und Bundesvize Ralf Stegner. Am 31. August kommt Schulz nach Kiel und Lübeck. Kanzlerin Merkel war bereits am Montag in St. Peter-Ording (Kreis Nordfriesland). Am 20. September plant die Nord-CDU eine große Wahlkampfveranstaltung mit der Regierungschefin in Kappeln (Kreis Schleswig-Flensburg). Bereits am 11. September stellt sich Merkel in einer TV-Wahlarena in der Lübecker Kulturwerft Gollan den Fragen von Zuschauern. Eine Woche nach ihr (18.

September) ist dort Schulz zu Gast.

Die Nord-CDU will nach dem Regierungswechsel in Schleswig-Holstein erneut als stärkste Kraft aus der Bundestagswahl hervorgehen. „Wir wollen wieder mit Abstand die meisten Stimmen in Schleswig Holstein erhalten und unsere Mandate in Berlin verteidigen“, sagt Ministerpräsident Daniel Günther. Derzeit ist die Union mit elf Abgeordneten aus Schleswig-Holstein in Berlin vertreten, die SPD mit zehn. Bei der Bundestagswahl 2013 hatte die Union im nördlichsten Bundesland mit 39,2 Prozent klar vor der SPD (31,5 Prozent) gelegen. „Die gewonnene Landtagswahl gibt uns auch Rückenwind für die Bundestagswahl“, sagte Günther. „Wie schon im Landtagswahlkampf haben wir auf möglichst viele Termine mit der Bundeskanzlerin gesetzt.“

Dem neuen Bundestag werden voraussichtlich 22 Abgeordnete aus dem Norden angehören: Neben den Direktkandidaten aus den elf Wahlkreisen werden elf weitere Kandidaten über die Landeslisten ihrer Parteien in den nächsten Bundestag einziehen. Derzeit ist das Land wegen Überhangmandaten mit 24 Abgeordneten in Berlin vertreten.

Die Grünen hoffen auf ein „deutlich zweistelliges Ergebnis“ bei der Wahl, wie Landeschef Arfst Wagner sagte. 2013 hatten sie das mit 9,4 Prozent verfehlt. Aktuell sitzen für die Grünen mit Konstantin von Notz, Luise Amtsberg und Valerie Wilms drei Abgeordnete aus dem Norden im Parlament. „Wir gehen von zwei Mandatsträgern sicher aus, hoffen aber besonders auch, dass unsere Energieexpertin Ingrid Nestle ein Bundestagsmandat als Nummer drei unserer Liste gewinnen wird“, sagt Wagner.

Die FDP war 2013 an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert. Das soll Ende September nicht wieder passieren. „Wir wollen die FDP mit einem möglichst starken Ergebnis zurück in den Bundestag führen“, sagt Schleswig-Holsteins FDP-Landeschef Heiner Garg. Er hofft darauf, dass dem nächsten Bundestag mindestens drei, möglichst vier Liberale aus dem Norden angehören werden. „Hier brauchen wir im Idealfall ein zweistelliges Ergebnis auf Landesebene. Das halte ich nach der Landtagswahl für realistisch.“ Zweimal wird Parteichef Christian Lindner im Land Wahlkampf machen.

Die Nord-AfD hofft auf den erstmaligen Einzug in den Bundestag. Die Prominenz macht sich jedoch rar. „Schleswig- Holstein hat nur einen Anteil von 3,5 Prozent an den Wahlberechtigten in Deutschland“, sagt Landeschefin Doris von Sayn-Wittgenstein. AfD-Vize Beatrix von Storch kommt dennoch zu drei Wahlkampfterminen.

LN

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