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Norddeutschland Herman van Veen mit „Neuen Saiten“ in der Lübecker MuK
Nachrichten Norddeutschland Herman van Veen mit „Neuen Saiten“ in der Lübecker MuK
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18:35 09.03.2019
„Neue Saiten“ heißt seine Tour 2019 mit der der holländische Barde Herman van Veen am Freitagabend in der MuK Station machte. Quelle: Foto: Olaf Malzahn
Lübeck

Begleitet wurde van Veen von seinem exzellenten Ensemble, der Gitarristin Edith Leerkes, der Sängerin und Geigerin Jannemien Cnossen, der Sängerin und Percussionisten Wieke Garcia sowie dem Bassisten Kees Dijkstra – und von sich selbst auf Flügel, Gitarre, Geige, Mundharmonika und Pauken.

Wie bei seinem letzten Auftritt vor knapp drei Jahren in Lübeck zog der selbst ernannte „holländische Clown mit Glatze“ mit seinem Charme, seiner Musikalität, seinen ebenso poetischen wie intelligenten Texten seine Fans sofort in seinen Bann, riss das Publikum zu Jubelstürmen hin. „Neue Saiten“ ist der Titel der Tournee, benannt nach van Veens 2018 erschienenem 179. Album. Von dieser CD stammten viele seiner Lieder am Freitagabend. Aber auch Songs aus seinen frühen Jahren stimmte er an.

Charmante Clownerien

Wieder boten van Veen und sein Ensemble eine meisterhafte Mischung aus Klamauk, Ernsthaftigkeit, Clownerie mit Pantomime und Tanz auf roten Socken. Gitarristin Edit Leerkes, Jannemien Cnossen mit der Violine und Wieke Garcia mit feenhaftem, dann tiefinnerlichem Gesang boten virtuose Soli sowie dynamische Sequenzen im Zusammenspiel aller fünf bei „Tutti Frutty“ und „Roll over Beethoven“.

Vor, zwischen und nach seinen Liedern erzählte der Künstler von Erlebnissen, seiner Familie und von allerlei Dingen, die oft fantastisch unmöglich erscheinen. Vieles handelte von den Problemen des Älterwerdens, gegen das es, „warum eigentlich?“, keine Arznei gibt. Dabei war van Veen nie sentimental, immer voll hintersinnigem, manchmal auch deftigem Humor.

Zum Abschluss ein Drum-Battle

Dann wieder besang er seine warmherzige Mutter, berichtete vom trickreichen Ladendiebstahl seiner Tante und warnte das Neugeborene, die Welt sei nicht nur schön, es werde auch noch seinen Schuss vor den Bug bekommen. Und er stellte fest: „Wir sind von nach dem Krieg – das bleibt hoffentlich so!“

Zum Ende des Auftritts kam das Publikum in den Genuss eines „Drum-Battles“ aller fünf Künstler, bei der die Reiskörner silbrig glänzend von den Trommelfellen der Pauken spritzten. Es folgte minutenlanger, begeisterter Applaus mit Ovationen im Stehen, für den Herman van Veen und seine Musiker sich mit mehreren Zugaben bedankten.

Rüdiger Wenzel

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