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Norddeutschland Hinweise nach Bahn-Anschlägen
Nachrichten Norddeutschland Hinweise nach Bahn-Anschlägen
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08:48 17.09.2013
Unbekannte legten dutzende Holzbohlen auf die Gleise. *Foto: jeb

„Eine heiße Spur“ sei allerdings noch nicht dabei, räumt Bundespolizeisprecher Gerhard Stelke ein. „Ich hoffe allerdings, dass wir Ende der Woche etwas konkretes haben“, betont er. Zurzeit befragen Ermittler vor Ort Anwohner und Spaziergänger, um den Tätern auf die Schliche zu kommen.

Unbekannte hatten am Mittwoch und Donnerstag in der vergangenen Woche auf einer Eisenbahnbrücke bei Basedow (Kreis Herzogtum-Lauenburg) jeweils Holzbohlen auf die Gleise geschichtet. Zwei Züge rasten in die Stapel und wurden dabei schwer beschädigt. Hätte sich das Holz verkeilt, hätten die Züge entgleisen können. Von den insgesamt 81 Fahrgästen wurde bei den Anschlägen niemand verletzt.

Die betroffenen Wagen der Bahn befinden sich zurzeit in der Werkstatt, der genaue Gesamtschaden kann daher noch nicht bestimmt werden — insgesamt wird der Schaden aber auf rund 70 000 Euro geschätzt.

Die Bahn reagierte auf die Zugunfälle zwischen Büchen und Lauenburg mit einem Tempolimit auf dem Bahnabschnitt. Tagsüber waren die Zugführer angehalten, die Eisenbahnbrücke mit lediglich 40 Stundenkilometern zu befahren, bei Einbruch der Dunkelheit galt sogar Schrittgeschwindigkeit.

Zu größeren Behinderungen sei es laut Bahn dadurch allerdings nicht gekommen. „Unser Fahrplan hat die Verspätungen aufgefangen“, sagte ein Bahnsprecher. Rund zehn Minuten Verspätung mussten die Fahrgäste allerdings in Kauf nehmen. Die Anweisung für die Zugführer wurde gestern wieder aufgehoben.

jwu

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