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Norddeutschland Hochbetrieb im Tierheim: Auch Boa Constrictor dabei
Nachrichten Norddeutschland Hochbetrieb im Tierheim: Auch Boa Constrictor dabei
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08:52 14.07.2018
Die Boa Constrictor "Bowie" schlängelt sich durch Teile von Baumrinde in ihrem Gehege. Quelle: Axel Heimken
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Hamburg (dpa/lno) – Katzen, Hunde, Kaninchen und sogar eine Boa Constrictor: Im Hamburger Tierheim an der Süderstraße herrscht im Sommer Hochbetrieb. „Leider ist es alle Jahre so, dass Anfang der Ferien besonders viele Tiere ausgesetzt werden“, sagte Sven Fraaß, Sprecher des Hamburger Tierschutzvereins, der Deutschen Presse-Agentur. Allein im Juni wurden mit 150 Tieren drei Mal so viele Tiere ausgesetzt wie in anderen Monaten. Bis zum 10. Juli seien 65 ausgesetzte Tiere hinzugekommen. Im Moment befinden sich damit 1417 Tiere in Deutschlands zweitgrößtem Tierheim. „Die Menschen lassen ihre Tiere überall zurück: im Karton, im Müll oder sogar in Plastikeinkaufstüten“, sagte Fraaß.

Vor allem Katzen würden ausgesetzt oder Kleintiere wie Kaninchen und Schildkröten, Hunde eher weniger. „Durch die Chippflicht ist es nicht mehr so leicht, Hunde auszusetzen, da die Halter leicht ermittelt werden können“, sagte Fraaß. Vor rund einem Monat wurde sogar eine Boa Constrictor, eine gefährliche Würgeschlange, von der Polizei gefunden und im Tierheim abgegeben. Einen Aufnahmestopp gibt es trotzdem nicht. „Wo sollen die Tiere denn hin?“ Zur Not würden Katzen in Hundeboxen untergebracht oder mehr Tiere auf weniger Raum.

Über die Gründe der Halter können die Tierheim-Mitarbeiter nur spekulieren: „Die Tierpension war voll oder Freunde wollten sich doch nicht mehr kümmern“, vermutet der Sprecher. Dabei kann es sich sogar um eine Straftat handeln, wenn man ein Tier aussetzt und dadurch dessen Leben bedroht. Auf jeden Fall sollte man sich, bevor man sich ein Tier zulegt, Gedanken darüber machen, wo man das Tier im Urlaub mitnehmen oder anderweitig unterbringen kann. „Es gibt genug Tierpensionen oder Tauschbörsen wie „Nimmst Du mein Tier, nehme ich dein Tier“, wo man Tiere sicher unterbringen kann“, meinte Fraaß.

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